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Definition Was ist RFID?

| Autor / Redakteur: TheRacoon / Sarah Böttcher

Radio Frequency Identification-Systeme sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sowohl bei der Diebstahlsicherung und Warenerkennung als auch bei der Zutrittskontrolle findet die Technologie Anwendung. Aber RFID ist nicht gleich RFID.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Radio Frequency Identification (RFID) lässt sich mit „Identifizierung mittels elektromagnetischer Weller“ übersetzen. Mit Hilfe der Technologie, die aus Sender und Empfänger besteht, lassen sich Daten automatisch und berührungslos über Radiowellen übertragen. Ein RFID-System besteht aus einem Lesegerät (Reader) und einem Transponder (RFID-Tag).

Der Transponder lässt sich auf Wunsch mit beliebigen Daten wie Passwörtern, Zugangscodes oder Identifikationsnummern bespielen. Moderne RFID-Transponder sind mittlerweile so klein wie Reiskörner und kosten lediglich noch wenige Cent.

Geschichte der Radio Frequency Identification

Ihren Ursprung hat die Technologie im Zweiten Weltkrieg. Damals wurde die Funktechnik in den Kampfflugzeugen der British Royal Air Force zur Feinderkennung als eine Art Sekundärradar verwendet. Damals hatten die Transponder jedoch noch die Größe eines durchschnittlichen Reisekoffers. Als Erfinder der Radio Frequency Identification gilt der aus Schweden stammende Radioingenieur Harry Stockmann.

So funktioniert die Technologie

Grundsätzlich erhält jeder Chip bzw. Transponder, der an einem Objekt oder Lebewesen angebracht wird, einen individuellen Code. Gelangt das gechipte Objekt nah genug an ein Lesegerät heran, kann dieses den Code auslesen. Hinter diesem Code steht entweder unmittelbar die gewünschte Information oder der Zugang zu einer Datenbank, die die benötigten Informationen enthält.

Für die Datenübertragung schickt das Lesegerät ein Signal an den Transponder. Das erzeugte elektromagnetische Feld wird von der Antenne des Transponders empfangen und an den Chip weitergeleitet, wo der Befehl zur Datenabfrage verarbeitet wird. Im letzten Schritt sendet das Transpondergerät die angeforderten Daten an das Lesegerät.

Aktive und passive RFID-Geräte

In der Praxis wird zwischen aktiven und passiven Transpondern unterschieden. Aktive RFID-Transponder verfügen über eine integrierte Energiequelle. Dies erhöht auf der einen Seite deutlich deren Reichweite. Auf der anderen Seite sinkt dadurch die Lebensdauer der Transponder.

Passive Radio Frequency Transponder verfügen über keine interne Energiequelle. Sie beziehen ihre Betriebsenergie aus dem Magnetfeld des Lesegeräts. Der Nachteil ist ihre stark begrenzte Reichweite. Dafür sind passive Transponder wartungsfrei.

Einsatzbereiche der RFID-Technologie

Da RFID-Transpondern mittlerweile winzig, robust, günstig und einfach zu handhaben sind, finden sie im Alltag nahezu überall Verwendung. Das ist unter anderem in folgenden Bereichen der Fall:

  • Identifizierung von Fahrzeugen, Containern und Waggons
  • Bestandteil von Diebstahlsicherungen in Geschäften
  • Ohrmarken von Nutztieren in der Landwirtschaft
  • Chippen von Haustieren
  • Elektronische Wegfahrsperren
  • EC-Karten, Personalausweise, Skipässe
  • Elektronische Zutrittskontrollen im ÖPNV
  • Integration in Smartphones (als NFC-Technologie)

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