Definition Was ist Private Equity?

Autor / Redakteur: zeroshope / Sarah Böttcher

Unter Private Equity versteht man eine spezielle Form des Investments. Es geht nicht nur darum, eine Firma zu kaufen, sondern auch, sie durch Knowhow zu entwickeln. Speziell im Bereich der Start-Ups ist diese Form des Investments populär.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Private Equity sind die englischen Vokabeln für Beteiligungskapital. Es geht also darum, dass ein Geldgeber in ein bestehendes Unternehmen einsteigt und es wirtschaftlich stützt. Allerdings ist diese Bezeichnung ein Stück weit irreführend. Private-Equity-Unternehmen werden nicht notgedrungen aufgekauft („Buy-Out“-Modell). Vielmehr geht es darum, die Firmen nicht nur mit Kapital, sondern auch mit Expertise zu versorgen. Das zusätzliche Knowhow soll dazu dienen, die Unternehmen zu entwickeln. Kandidaten für entsprechende Käufe sind deshalb gemeinhin solche Betriebe, in denen Potenzial gesehen wird, denen es jedoch an den Möglichkeiten mangelt, dieses auch auszuschöpfen.

Investmentarten bei Private-Equity-Geschäften

Geldgeber bei derartigen Geschäften sind in der Regel spezialisierte Private-Equity-Fonds. Es handelt sich also um Investorenverbünde, die speziell nach Unternehmen mit Potenzial suchen, die dieses durch die nötige Unterstützung umsetzen können. Grundsätzlich existieren vier Arten, wie das Beteiligungskapital zur Verfügung gestellt werden kann:

  • 1. Wagniskapital: Gedacht ist diese Investmentform für junge und kleine Unternehmen, die Schwierigkeiten haben, klassische Geldgeber zu finden.
  • 2. Wachstumskapital: Dieses Investment ist für Firmen gedacht, die schon etabliert sind, aber expandieren möchten.
  • 3. Buy-Out: Die Investoren kaufen die Mehrheit an der fraglichen Firma, führen sie in den Gewinnbereich und verkaufen sie anschließend.
  • 4. Large Buy-Out: Im Prinzip ist diese Variante identisch mit dem Buy-Out. Lediglich die Summen sind deutlich höher. Sie bewegen sich im Milliardenbereich.

Der Transfer von Technologien und Expertise erfolgt bei allen Varianten. Gerade Start-Ups der High-Tech-Branche sind oft auf Private-Equity-Fonds als Geldgeber angewiesen, da ihre Ideen und Konzepte nicht an den Anforderungen traditioneller Geldgeber genügen. Verbreitet ist Private Equity aber in sämtlichen Wirtschaftsbereichen.

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