Definition Was ist NetOps?

Autor / Redakteur: zershope / Ann-Marie Struck

Der Begriff NetOps beschreibt das Konzept, wie ein Netzwerk aufgebaut wird. Hierbei geht es um die Umsetzung verschiedener Grundprinzipien. Ziel ist es dabei, dass der Netzwerkaufbau die ablaufenden Prozesse bestmöglich unterstützt.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Bei NetOps handelt es sich um einen häufig genutzten Begriff. Oft wird er beispielsweise im Zusammenhang mit DevOps genannt. Es handelt sich um eine Kurzform für „Network Operations“. Es geht also um alle Arbeitsabläufe im Zusammenhang mit einem Netzwerk. NetOps beschreibt deshalb das Konzept, wie dieses aufgebaut sein soll. Inzwischen wird zwischen NetOps 1.0 und 2.0 unterschrieben. Mit Beginn des Cloudzeitalters hat sich die zweite Version immer weiter durchgesetzt.

Der Unterschied zwischen NetOps 1.0 und 2.0

Grundsätzlich richtet sich das Konzept von NetOps danach aus, welche Dienste den Nutzern innerhalb eines Netzwerkes zur Verfügung gestellt werden solle. Geht es beispielsweise um Kommunikation oder die einfache Übermittlung von Daten? Sind Sicherheitsaspekte besonders wichtig? Welche Rolle spielt die Automatisierung?

NetOps 1.0 war das "traditionelle" Netzwerk. Es war Hardware-lastig, basierte auf Kabeln vor Ort und tat sich schwer damit, Personen an anderen Standorten zuzulassen. Das Konzept machte es schwierig, Aufgaben zu automatisieren, weshalb es in den 2010er Jahren überholt wurde. Hier wurde es notwendig, immer mehr Prozesse eigenständig ablaufen zu lassen. Zudem suchten immer weitere Kategorien Zugang zum Netzwerk.

NetOps 2.0 trägt diesen Anforderungen Rechenschaft und heißt deshalb auch agiles NetOps. Was früher über die Hardware ablief, wird jetzt von der Software geregelt. Das Netzwerk wird als Cloud genutzt und verwaltet. Die Netzwerkabläufe sollen möglichst intuitiv sein und durch künstliche Intelligenz gestützt werden. Dies bedeutet, dass das Netzwerk Kontext-bewusst ist - es erkennt, welches Prozesse weshalb ablaufen und kann so beispielsweise eigenständig Fehlern vorbeugen.

Dies ermöglicht es, die Dienste zu erweitern, die über das Netzwerk angeboten werden. Diese lassen sich im Falle von Unternehmen den allgemeinen Zielen der jeweiligen Firma zuordnen. Beispielsweise können Anwendungen schneller an einzelne Abteilungen aufgespielt werden. Diese sind so in der Lage effizienter zu arbeiten.

Die wichtigsten Methoden von NetOps 2.0

  • Virtualisierung: Anwendungen werden zentrale über eine Cloud ausgespielt. Spezielle Hardware ist nicht mehr notwendig.
  • Automatisierung: Alle regelmäßigen und vorhersagbaren Aufgaben sollen ohne menschliches Zutun erledigt werden.
  • Orchestrierung: Das Netzwerk lernt, wie es sich in bestimmten Situationen verhalten soll. Beispielsweise nutzt es eigenständig zusätzliche Ressourcen, wenn es viele Nutzer zeitgleich verwenden. Sicherheit: Vorkehrungen gegen Angriffe von außen, Katastrophen, Attacken von innen und bezüglich des Datenschutzes werden getroffen.
  • Analyse: Alle Netzwerkprozesse werden fortlaufend beobachtet und ausgewertet. Diese Daten dienen dazu, das Netzwerk weiter zu verbessern.

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