Definition Was ist Low Code?

Von Mir

Software und Anwendungen ohne fundierte Programmierkenntnisse entwickeln und erstellen: Genau das macht Low Code möglich. Bei Low Code ist der Name Programm. Das bekannte Content-Management-System WordPress stellt ein typisches Beispiel für Low-Code-Entwicklungen dar.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Low Code lässt sich mit „Wenig Code“ übersetzen. Der Name ist hier gleichzeitig Programm. Denn bei Low Code geht es darum, die Softwareentwicklung und -erstellung zu vereinfachen. Zum Einsatz kommen dabei visuelle Applikationsdesigns und grafische Modellierungsmethoden. Auf diese Weise können zum Beispiel Funktionen durch eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) konfigurierbar gemacht werden.

Low Code im Vergleich zur manuellen Programmierung

Im Allgemeinen soll Low Code die klassische, manuelle Programmierung bei der Erstellung von Software ersetzen bzw. ablösen. Die herkömmliche Softwareentwicklung gilt aufgrund der erforderlichen manuellen Tätigkeiten als sehr fehleranfällig und teuer. Hinzu kommt, dass eine manuelle Programmierung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Daher passiert es öfters, dass die Software bei Fertigstellung direkt schon wieder veraltet ist.

Demgegenüber gewährleistet Low Code eine hohe Produktivität innerhalb der Entwicklungsprozesse. Zudem weist diese moderne Art der Softwareentwicklung und -erstellung eine große Flexibilität auf. Die Bandbreite an Möglichkeiten reicht hier von einfachen Anwendungen über miteinander verknüpfte Geschäftsprozesse bis hin zu umfassenden ERP-Systemen für größere Unternehmen und Konzerne.

Diese Vorteile bietet die moderne Variante Low Code

Es haben sich Low-Code-Plattformen gebildet, die eine Entwicklung und Erstellung von Anwendungen ohne großes Programmierwissen seitens der Anwender anbieten. Auf diesen so bezeichneten Low-Code-Plattformen können Anwendungen ganz einfach nach dem Baukasten-Prinzip zusammengestellt werden. Dies bietet sowohl einem Full-Stack Developer als auch dem klassischen Anwender Vorteile. Auf klassische Programmierungsaufgaben wird dabei weitgehend verzichtet. Experten schätzen, dass der Markt für Plattformen dieser Art im Jahr 2022 ein Volumen von mindestens 22 Milliarden US-Dollar erreicht. Es gibt auch noch „No Code“-Plattformen. Hier muss und kann überhaupt nicht programmiert werden. Diese Plattformen eignen sich aber nur für weniger komplexe Projekte mit einem geringen Anforderungsniveau.

Auf einen Blick: die Vorteile von Low Code

  • Auf eine manuelle Programmierung kann zu einem großen Teil verzichtet werden. Aufgrund der vereinfachten Vorgehensweise sind daher auch keine fundierten bzw. umfangreichen Programmierkenntnisse erforderlich.
  • Die Entwicklungszeit und damit auch die Bereitstellungszeit von Software respektive für Geschäftsanwendungen wird eminent beschleunigt.
  • Durch die rasche Vorgehensweise und den Verzicht auf Fachkräfte sowie auf Trainings- bzw. Weiterbildungsmaßnahmen können deutlich Kosten eingespart werden.
  • Die Anwender selbst können individuelle Anpassungen vornehmen. Das entlastet zum einen die Entwickler, die sich dadurch verstärkt anspruchsvolleren Aufgaben widmen können. Zum anderen steigert dies die Flexibilität hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten.
  • Geschäftsanwendungen lassen sich auch noch im Nachhinein individuell anpassen.

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