Definition Was ist LoRaWAN?

Autor / Redakteur: Christian Schreiber / Ann-Marie Struck

Die Vernetzung öffentlicher Bereiche schreitet immer weiter voran. Durch die Einführung intelligenter Sensoren können Kommunen viel Zeit und Geld sparen. Mit LoRaWAN steht hierfür eine passende Funktechnologie zur Verfügung.

Firmen zum Thema

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Mit LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) existiert eine international bekannte und weltweit nutzbare Funktechnologie zur Übertragung von Daten im sogenannten Internet der Dinge (IoT). Der Vorzug des LoRaWAN-Systems liegt in einem energieeffizienten und kostensparenden Transport der Signale aus bestimmten Sensoren sowie von Strom-, Wasser- und Wärmezählern und aus weiteren Messinstrumenten. Dies ist vor allem in Bereichen von Nutzen, in denen eine Anbindung an bestehende Mobilfunknetze nicht möglich ist oder mit einem sehr großen Aufwand verbunden wäre. Die überzeugende Reichweite sowie die Erfüllung hoher Sicherheitsstandards gehören zu den weiteren Pluspunkten von LoRaWAN. In der Bundesrepublik Deutschland wird der Aufbau von Netzen mit LoRaWAN-Technologie derzeit von den führenden Telekommunikationsanbietern wie der Deutschen Telekom und Vodafone begleitet.

Voraussetzung für "Smarte Städte"

Als drahtlose Datenkommunikationstechnologie macht LoRaWAN die Schaffung von "Smart Cities", also von "smarten Städten" möglich, in denen das Internet der Dinge auch außerhalb des privaten Bereiches eine Rolle spielen kann. Der kostengünstige Aufbau drahtloser Netzwerke auf lizenzfreien Frequenzen sorgt hier auch über größere Distanzen hinweg für eine zuverlässige Datenübertragung bei geringem Energieverbrauch und einer niedrigen Störungs- bzw. Ausfallrate. Ziel ist die Schaffung und Verbesserung verschiedener öffentlicher Angebote, beispielsweise im Bereich der Abfallwirtschaft und beim Parken.

Eine geeignete Basisinfrastruktur schaffen

Gemeinden, die LoRaWAN einsetzen wollen, müssen zunächst eine geeignete Basisinfrastruktur schaffen. Dies gelingt meist mit Unterstützung eines erfahrenen und leistungsfähigen Telekommunikationsanbieters. Für die Inbetriebsetzung von LoRaWAN sind grundsätzlich einfache Sensoren mit geringen Anforderungen an die Übertragungsgeschwindigkeit und den Datendurchsatz ausreichend. So können etwa die Papierkörbe in einem Stadt- oder Kurpark mit kleinen Messfühlern ausgestattet werden, welche den Füllstand an eine Zentrale melden und die Planung einer optimalen Route des Müllentsorgers ermöglichen. Dies schafft sowohl für die Stadtverwaltung als letztlich auch für den Steuerzahler wirtschaftliche wie ökologische Vorteile.

Synergien zu anderen Prozessen

Die öffentliche Nutzung des Internets der Dinge mit LoRaWAN gilt als wichtiger Bestandteil eines digitalen Ökosystems. Im Rahmen des Einsatzes von LoRaWAN entstehen viele mögliche Synergien mit anderen Prozessen, die zum Beispiel mit Open Data. Der Mehrwert für die Bürger kann so gesteigert und ein sauberes, ordentliches und ökologisch zukunftsorientiertes Leben ermöglicht werden. Die Umweltbelastung wird gesenkt und - wie beim Beispiel der Papierkorbüberwachung - eine effizientere Reinigung der Stadt verwirklicht.

(ID:47186333)