Definition Was ist Kryptografie

Von zeroshope

Kryptografie ist die Wissenschaft der Verschlüsselung von Informationen. Im IT-Bereich umfasst sie insgesamt die Sicherung der Kommunikation, die über das Internet geschieht. Dabei geht es nicht nur um die reine Datenverschlüsselung.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Das Wort „Kryptografie“ stammt aus dem Griechischen ("kryptos" und "graphein" "verborgen" und "schreiben"); es bezeichnet die „Wissenschaft des geheimen Schreibens“. So versandte zum Beispiel Julius Caesar auf Kriegszügen Briefe an seine Offiziere, deren Sinn ohne den richtigen Schlüssel nicht verstanden werden konnte. Im IT-Bereich ist die Bedeutung im Prinzip keine andere: Kryptografie meint die Geheimhaltung der Kommunikation in Netzwerken – insbesondere im Internet.

Verschlüsselung als Teil der Kryptografie

Kryptografie beschreibt als Ausdruck mehr als nur die Ver- (Encryption) oder Entschlüsselung (Decryption) von Nachrichten. Beide Vorgänge zählen aber zu ihr. Dies gilt ebenfalls für die Schlüssel (in der Regel eine Folge von Zahlen), die zur Durchführung der Ver- und Entschlüsselung notwendig sind, sowie für den Algorithmus. Bei diesem handelt es sich um die Methode, die zur Verschlüsselung angewendet wird.

Um das zu verdeutlichen, hilft ein Beispiel aus der Vergangenheit: Die Methode bzw. der Algorithmus ist, dass die Buchstaben einer Nachricht durch die Zeichen an einer spezifischen Stelle auf einer bestimmten Buchseite ersetzt werden müssen. Wer das Buch (Schlüssel) nicht kennt, kann mit der bloßen Kenntnis der Methode nichts anfangen, also die Nachricht nicht entschlüsseln.

Einsatzgebiete der Kryptografie in der IT

  • Verifikation der Identität aller Kommunikationsteilnehmer
  • Ausschluss von Manipulationen der übermittelten Daten
  • Zuordnung, von wem welche Nachricht stammt
  • Schutz der Vertraulichkeit der übermittelten Daten

Die folgenden Kryptografie-Varianten sind dabei in der Netzwerk-Kommunikation gängig:

  • geheimer Schlüssel, der nur Sender und Empfänger bekannt ist: Er muss bei beiden vorliegen, da er nicht mit den Nachrichten verschickt werden darf. Lokale Festplatten werden beispielsweise oft auf diese Art gesichert.
  • öffentlicher Schlüssel: Absender und Adressat haben unterschiedliche Schlüssel. Diese Variante dient neben der Sicherung der Nachrichten zur Authentifizierung von Absendern.
  • Hash-Schlüssel: Diese Variante heißt auch "Einbahnstraßen-Algorithmus". Ohne den Hash kann keine Nachricht entschlüsselt werden. Da keine Botschaft den identischen Hash-Wert besitzen kann, ist die Datenintegrität gesichert. Passwort-Tresore arbeiten beispielsweise oft nach diesem Verfahren.

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