Definition Was ist JBoD?

Autor / Redakteur: zeroshope / Heidemarie Schuster

Unter Just a Bunch of Disks (JBoD) ist ein Konzept zu verstehen, wie einzelne Festplatten gegenüber einem System präsentiert werden. Sie erscheinen isoliert, werden von diesem aber zu einem Gesamtvolumen zusammengeführt.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

„Just a Bunch of Disks“ (JBoD) beziehungsweise „nur ein Bündel von Festplatten“ ist eines der zwei typischen Konzepte, wie einzelne Festplatten von Computern als Gesamtkapazität genutzt werden können. Die andere Variante ist der RAID-Standard („Redundant Array of Independet Disks“). Oft wird fälschlich gesagt, dass sich bei beiden Typen die Platten gegenüber dem Betriebssystem als ein einziges Volumen vorstellen. Tatsächlich ist die Präsentation gegenüber dem Computer beziehungsweise Server ein wichtiges Differenzierungskriterium. In beiden Fällen werden allerdings die einzelnen Festplatten als ein Gesamtvolumen genutzt. Dies funktioniert allerdings ebenfalls unterschiedlich.

Die Unterschiede zwischen JBoD und RAID einfach verständlich erklärt

RAID-Festplatten stellen sich gegenüber einem System als ein einzelnes Volumen vor, das auf die entsprechende Weise genutzt werden kann. Sie kommen deshalb mit Vorliebe in großen Server-Umgebungen zum Einsatz, weil Daten auf Ihnen sowohl redundant wie auch via Striping gesichert werden können. Letzteres bedeutet, dass die einzelnen Informationen über mehrere Platten hinweg gespeichert und trotzdem als zusammengehörend erkannt werden.

Bei „Just a Bunch of Disks“ erfolgt die Vorstellung einzeln. Der Name ist bewusst gewählt, um eben dies zu verdeutlichen: Das System erkennt, dass es ein Bündel einzelner Platten gibt. Systemseitig werden diese nun zu einer Gesamtkapazität zusammengeführt. Das Verfahren heißt „Spanning“. Es wird sozusagen ein zusammenhaltendes Netz über Platten „gespannt“. Hier gilt allerdings: Speicherungen erfolgen nach der Logik der Einzelvolumen. Als Beispiel: Auf Platte A sind noch 20 GB Speicherplatz frei. Auf Platte B sind es 2 TB. Gespeichert werden soll ein Datensatz von 200 GB. Die Sicherung erfolgt deshalb vollständig auf Platte B. Ansonsten werden die Platten nacheinander befüllt, um eine optimale Auslastung zu erreichen.

Der Vorteil von JBoD gegenüber RAID

Die Vorteile von RAID-Festplatten liegt auf der Hand: Die Arbeit mit den Speichereinheiten ist vielseitiger und effizienter. Da es kein Striping und keine redundanten Speicherungen bei JBoD gibt, lassen sich die entsprechenden Systeme aber einfacher erweitern. Das Konzept ist deshalb überall dort beliebt, wo mit Software-Volumen-Management gearbeitet wird. Folgende Systeme JBoD unterstützen beispielsweise:

  • Windows
  • Mac OS
  • Unix
  • Solaris

 

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