Definition Was ist Intent-based Networking?

Autor / Redakteur: therealfizzi / Heidi Schuster

Intent-based Networking schafft eine innovative Möglichkeit, das interne Netzwerk automatisch auf geschäftliche Ziele und Anforderungen auszurichten.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Netzwerke, die auf dem Intent-based-Prinzip aufbauen, passen sich selbstständig an IT-Prozesse und zuvor definierte geschäftliche Ziele an. Auf diese Weise wird das IT-Management entscheidend vereinfacht, da Abläufe automatisiert, Prozesse optimiert und Administratoren entlastet werden. Statt einer detaillierten, manuellen und parametrischen Konfiguration von Verbindungen über Adressen, Protokolle und Ports bedarf es im Intent-based Networking lediglich der Festlegung der gewünschten Netzwerkleistungen durch einen IT-Verantwortlichen.

Diese sogenannten Intents, welche sich etwa mit Zielen, Absichten und Vorhaben übersetzen lassen, können dabei vom Application Service Level über operative Prozesse bis hin zu Compliance und Security Policies reichen. Dadurch ergibt sich ein ergebnisorientiertes Netzwerksystem, das genau das tut, was seine Administratoren erreichen möchten. Anwendungsmöglichkeiten finden sich in den verschiedensten Netzwerksituationen – ganz egal, ob Niederlassung, Rechenzentrum oder Cloud.

Intent-based Networking – zentrale Kriterien und wichtige Funktionsprinzipien

Da es sich beim Intent-based Networking um ein neuartiges Phänomen handelt, ist das Aufstellen einer einheitlichen Definition nur bedingt möglich. Vielmehr unterscheidet sich der genaue Umfang des Begriffes je nach Softwarehersteller und Plattformanbieter. Die meisten entwickelten und auf dem Markt befindlichen Lösungen haben jedoch bestimmte Kriterien und Funktionsprinzipien gemeinsam. So besteht die größte Leistung des Intent-based Networking darin, eine gegebene Anforderung wie ein übergeordnetes Geschäftsziel automatisch in eine Vorgehensweise zu transformieren, die dieses Ziel am besten erreicht. Das Ergebnis ist die Erstellung einer passenden Netzwerkkonfiguration, welche algorithmisch auf ihre Korrektheit überprüft wird.

Die Netzwerkkonfiguration wird im nächsten Schritt automatisch in der bestehenden Infrastruktur implementiert. Da das System den Echtzeit-Status des Netzwerkes von nun an kennt, findet außerdem eine dynamische und flexible Nachbesserung statt. In Echtzeit wird die Umsetzung im Hinblick auf das definierte Geschäftsziel überprüft und bei Bedarf blitzschnell optimiert.

Automatisierung und Vielseitigkeit – die Vorzüge des Intent-based Networking

Da die manuelle Konfiguration des Netzwerkes per CLI in diesem innovativen System automatisiert wird, entlastet das Intent-based Networking die IT-Verantwortlichen entscheidend. Die zusätzliche Abstraktionsebene wirkt sich vor allem positiv aus, wenn umfangreiche Infrastrukturen verändert werden müssen, indem beispielsweise neue Anwendungen und Geräte eingerichtet oder neue Nutzerprofile angelegt werden. Dank des höheren Automatisierungsgrades fällt nicht zuletzt auch das Risiko natürlicher menschlicher Flüchtigkeitsfehler weg.

Ein weiterer Vorteil des Intent-based Networkings ist seine ausgesprochen hohe Flexibilität. So kann sich die Infrastruktur bei richtiger Programmierung selbstständig an sich verändernde Anforderungen anpassen, schließlich wird der Netzwerkstatus im Intent-based Networking ständig überwacht und optimiert.

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