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Definition Was ist HFC?

| Autor / Redakteur: Updater / Sarah Böttcher

Kabelnetzbetreiber verfügen heute meist über sogenannte HFC-Netze, was dem letzten Stand der Datenübertragungs-Technik entspricht. Das Kürzel steht für Hybrid Fiber Coax, doch was genau verbirgt sich dahinter?

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Das Kürzel steht für Hybrid Fiber Coax und bezeichnet eine Technologie, mit welcher große Mengen digitaler Signale (z.B. bei Fernsehsendungen) kostengünstig übertragen werden können. Zur Anbindung regionaler Empfängerstationen werden spezielle FTTC-Glasfaser-Verbindungen (Fibre to the Curb) eingesetzt, welche direkt zum Verteilerknoten des Hausanschlusses führen. Dort sorgt ein digitaler Umwandler für die Transformation der optischen Signale in elektrische Impulse, welche sodann via Koaxial-Kabel an die Empfangsgeräte des jeweiligen Haushalts gesendet werden. Diesbezügliche technologische Standards unterliegen urheberrechtlichen Schutzbestimmungen, können allerdings von der Webseite der SCTE (Society of Cable Telecommunications Engineers) zur privaten Verwendung heruntergeladen werden.

Was versteht man unter einem Hybrid-Fiber-Coax-Netz?

Hybrid-Fiber-Coax-Netze bestehen aus einem Glasfasernetz, diversen Koaxialkabel-Verbindungen, einem intelligenten Hub (Verteiler) sowie einzelnen Nodes (Netzwerkknoten.) Die Glasfiber-Verkabelungen stellen in einem HFC-Netz das Backbone, also das digitale Gerüst des Netzes dar, während die einzelnen Zuleitungen zu den Verbraucherhaushalten aus Kostengründen mittels gewöhnlicher Koaxial-Kabel realisiert werden.

Wie funktioniert ein Hybrid-Fiber-Coax-Netz?

HFC-Netzwerke werden stets bidirektional genutzt, was bedeutet, dass Steuerimpulse sowie Multimedia-Inhalte, Sprachbotschaften oder Internetdaten als elektrische Impulse über die Koaxial-Verbraucherzuleitungen des Netzwerks vom Netzwerkknoten zum angeschlossenen Haushalt und zurück übertragen werden. HFC-fähige Empfangsgeräte können sich überdies in bestehende Funknetze einwählen, um mit dem Hub zu kommunizieren beziehungsweise Daten auszutauschen.

Welche Vorteile besitzt ein Hybrid-Fiber-Coax-Netz?

Der Hauptvorteil der HFC-Netze ist deren hohe Datenübertragungsrate. Dabei macht man sich die Geschwindigkeit von Glasfasernetzen zunutze und spart gleichzeitig Kosten, indem die High-Tech-Glasfaserkabel bei den Hauszuleitungen einfach durch kostengünstigere Koaxialkabel ersetzt werden. Da jeder ins HFC-Netz eingebundene Haushalt über einen eigenen Node mit dem Glasfiber-Backbone gekoppelt ist, sind kapazitive Engpässe leicht zu überwinden. Reicht die Leistungsfähigkeit eines Anschlusses nicht mehr aus, wird dieser auf mehrere kleinere Elemente aufgeteilt, welche jeweils über eigene Netzwerkknoten verfügen. Dies verringert die Zahl der Haushalte je Netzanschluss entscheidend.

In welchen Bereichen werden Hybrid-Fiber-Coax-Netze eingesetzt?

Das primäre Einsatzgebiet für Hybrid-Fiber-Coax-Netze ist das Kabelfernsehen. Meist verfügen Kabel-Anschlüsse über digitale Rückkanäle, welche eine interaktive Steuerung des Fernsehgeschehens (Video on Demand) ermöglichen. Aber nicht nur TV-Signale, auch Internet- und Telefonverbindungen werden von der beauftragten Kabelgesellschaft über Hybrid-Fiber-Coax-Netze abgewickelt. Dem Internetbetrieb kommt dabei die hohe Bandbreite der HFC-Netze zugute.

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