Definition Was ist Environmental Social Governance (ESG) / Corporate Social Responsibility (CSR)?

Von zeroshope

Environmental Social Governance (ESG) ist die Bezeichnung für eine nachhaltige Unternehmensführung. Diese achtet auf die Umwelt und soziale Fragen. Entsprechend Firmen sind für Investoren sehr interessant. Diese nutzen Software für ihre Recherchen.

Firmen zum Thema

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Environmental Social Governance (ESG) heißt übersetzt umweltfreundliche und sozialverträgliche Unternehmensführung. Verkürzt wird oft von einer der Nachhaltigkeit verpflichteten Firma gesprochen. Diese ist sich nicht nur ihrer Verantwortung für Umwelt und Klima bewusst, sondern auch für die Menschen, die von ihr abhängen. Letzteres ist auch als Corporate Social Responsibility (CSR) bekannt. Diese schließt ausdrücklich nicht nur die eigene Belegschaft ein, sondern auch die der Geschäftspartner. Jene sollen im Umgang mit ihren Mitarbeitern den identischen Werten verpflichtet sein wie man selbst.

Kriterien für ESG

ESG kennt eine Vielzahl von Kriterien. Sie sind zu umfangreich, um sie insgesamt aufzulisten. Beispielhaft seien deshalb die wichtigsten Faktoren genannt:

  • transparente Klimastrategie (mit Bausteinen wie Umwelt- und Energiemanagement)
  • Achtung der Menschenrechte
  • fürsorgliche Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung
  • umfassender Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Belegschaft
  • Angestellte erhalten die Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung
  • Ehrlichkeit beim Wirtschaften
  • Compliance-Vorgaben
  • Unterstützung für Arbeitnehmervertretungen

ESG wird für Investoren immer wichtiger – Software hilft ihnen bei der Suche

In den 2010er Jahren ist ESG zu einem zentralen Kriterium für viele Investoren geworden. Insbesondere die in dieser Zeit nachwachsende Generation der Geldgeber machte Environmental Social Governance zu einer wesentlichen Entscheidung für die Mittelvergabe. Um es in Zahlen auszudrücken: Anfang 2018 hielten Investoren Anteile von ESG-verpflichteten Unternehmen im Wert von zwölf Billionen US-Dollar. Anfang 2020 war diese Summe auf 17,1 Billionen US-Dollar angewachsen. 2021 fließt in Europa jeder fünfte investierte Euro an eine entsprechende Firma. Bis 2025 wird es jeder zweite Euro sein – weltweit dürften dann Environmental Social Governance-Investments 37 Prozent aller entsprechenden Geldvergaben ausmachen.

Wichtig für Investoren ist es deshalb, Unternehmen zu finden, die nicht wortgewaltig die entsprechenden Kriterien verfechten, sondern sie auch leben. Hierfür hat sich die Nutzung von Software eingebürgert: Es handelt sich um so genannte Environmental Social Governance Measurement Tools – also Werkzeuge zur Messung der Einhaltung der entsprechenden Kriterien. Diese werten die zentralen Kennzahlen der Firmen aus, um zu einer Einschätzung zu kommen. Viele der Softwarelösungen können dabei auch von den Unternehmen selbst genutzt werden, um den eigenen Ist-Zustand festzustellen und sich darauf aufbauend zu verbessern.

(ID:47837477)