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Definition Was ist Employee Empowerment?

Autor / Redakteur: Christian Schreiber / Heidemarie Schuster

Immer mehr Unternehmen suchen nach Wegen, die Zufriedenheit ihrer Beschäftigten nachhaltig zu steigern. Eine Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, ist die Übertragung von mehr Kompetenzen auf die einzelnen Mitarbeiter durch Employee Empowerment.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff „Employee Empowerment“ lässt sich in die deutsche Sprache mit „Mitarbeiterautonomie“ oder „Mitarbeitereigenverantwortung“ übersetzen. Als besondere Form des sogenannten Human Resource Managements sorgt Employee Empowerment für eine Motivationssteigerung unter den Mitarbeitern eines Unternehmens aufgrund der Übertragung selbständiger Entscheidungskompetenzen. Mit dem Instrument des Employee Empowerment werden nichtgeschäftsführende Mitarbeiter in die Lage versetzt, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen und – wo nötig – die zur Umsetzung bestimmter Ziele erforderlichen Beschlüsse zu fassen.

Unterschiedlich weite Kompetenzen

In Abhängigkeit von der Antwort auf die Frage, wie viel Eigenverantwortung die Führung eines Unternehmens den Mitarbeitern einräumen möchte, fällt der Rahmen für die Kompetenzübertagung innerhalb des Employee Empowerments aus. So kann beispielsweise eine Art „Globalvollmacht“ erteilt werden, innerhalb deren darin klar definierten Grenzen Angestellte Verträge abschließen oder Beschaffungen vornehmen dürfen, ohne ihre Manager oder Führungskräfte vorab konsultieren zu müssen. Ebenfalls denkbar sind abteilungsinterne Berechtigungen, zum Beispiel die Aufgabenübertragung zur Erstellung von Urlaubsplänen oder zur Gewährung von Freizeitausgleich für geleistete Überstunden.

Am Anfang steht oft eine Schulung

Oft steht am Beginn der Einführung von Employee Empowerment in einem Unternehmen die entsprechende Schulung der Mitarbeiter. Hier werden alle relevanten Themen besprochen und die gewöhnlich zu erwartenden Chancen und Risiken vorgestellt. Soll das gesamte Unternehmen in ein Autonomiemodell umwandelt werden, bietet sich die Teilnahme an derartigen Schulungen auch für Führungskräfte an, da diese sich so ein umfassendes Bild von der künftigen Arbeitsweise innerhalb der Firma machen können.

Das Ziel: Mehr Unternehmenserfolg durch zufriedenere Mitarbeiter

Die eigentliche Idee des Employee Empowerments ist es, zufriedenere Mitarbeiter zu bekommen. Durch die Übertragung von Kompetenz- und Machtbefugnissen wird eine verantwortungsbewusste Mitgestaltung des Arbeitsalltages gefördert und die Beschäftigten fühlen sich stärker in ihr Unternehmen eingebunden. Oftmals betrachten sie sich sogar als Vertreter bzw. Botschafter ihrer Firma. Zugleich steigert eine größere Entscheidungsgewalt auch das Selbstwertgefühl.

Die Unternehmensführung muss zum Employee Empowerment bereit sein

Nicht selten liegt es in der Natur eines Managers, den Umfang der von seinen Angestellten zu treffenden Entscheidungen selbst zu definieren. Die Übertragung von Kompetenzen an rangniedrigere Beschäftigte fällt daher nicht immer leicht. Damit Employee Empowerment aber funktioniert und wirklich zu einem erfolgreichen Modell wird, muss die Unternehmensführung dazu bereit sein, die Kontrolle über einzelne geschäftliche Aspekte aufzugeben und sich künftig auf ihre Mitarbeiter zu verlassen.

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