Definition Was ist eine Videosprechstunde?

Autor / Redakteur: Christian Schreiber / Ann-Marie Struck

Mit der Videosprechstunde steht ein Service zur Verfügung, bei dem eine Konsultation des Arztes von überall aus möglich ist. Neben dem Wegfall von Fahr- und Wartezeiten gehört insbesondere der Infektionsschutz zu den Vorteilen dieses Angebots.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Videosprechstunde ist eine digitale Möglichkeit für medizinische Dienstleistungen. Das Angebot von Videosprechstunden bietet sowohl dem Arzt als auch den Patienten zahlreiche wichtige Vorteile. Während das medizinische Personal von einem besseren Terminmanagement profitiert und die Kontakte mit den Patienten auch in Tagesrandzeiten oder sogar ins Wochenende verlegt werden können, entfallen für Kranke die An- und Abfahrt zur Praxis und die lästige Wartezeit. Außerdem können sich Patienten per Videosprechstunde leicht eine Zweimeinung einholen und sind dabei nicht auf Ärzte vor Ort angewiesen. Hinzu kommen die vielfältigen Möglichkeiten von persönlich betreuten Ernährungs- und Trainingsprogrammen sowie die Unterstützung bei Fragen während der Schwangerschaft und sogar die Durchführung von psychologischen Beratungen. Und nicht zuletzt entfallen bei Online-Arztbesuchen mögliche Infektionsrisiken.

Verschiedene Arten von Videosprechstunden

Videosprechstunden werden inzwischen nicht nur von Hausärzten, sondern auch von vielen Fachmedizinern und Therapeuten angeboten. Neben den klassischen Beratungsdienstleistungen im Rahmen eines bereits bestehenden Arzt-Patienten-Verhältnisses als einfacher und bequemer Weg der medizinischen Konsultation sind teilweise sogar schon die Diagnosestellung und die abschließende Beurteilung des Heilungsverlaufs (beispielsweise bei orthopädischen Erkrankungen) möglich.

Geringe technische Anforderungen

Grundsätzlich ist die Durchführung einer Videosprechstunde weder für den Arzt noch für den Patienten mit größeren Herausforderungen verbunden. Neben einer Internetverbindung (kabelgebunden, per WLAN oder mobil) wird lediglich ein PC nebst Bildschirm, ein Smartphone oder ein Tablet benötigt. Damit der Kontakt per Bild und Ton aber wirklich störungsfrei verläuft und es nicht zu ärgerlichen Unterbrechungen bei der aktiven Verbindung kommt, wird eine Bandbreite der Internetverbindung von mindestens 0,7 Mbit / s empfohlen. Sofern der Internetzugang mit anderen Nutzern geteilt wird, sind entsprechend höhere Datenraten erforderlich. Eine gute Kamera und ein modernes Mikrofon sollten ebenfalls vorhanden sein.

Nicht bei jedem gesundheitlichen Problem sinnvoll

Videosprechstunden können eine sinnvolle Sache sein, um schnell und einfach mit dem Arzt zu kommunizieren. Gleichwohl gibt es eine Reihe von gesundheitlichen Problemen, bei denen der klassische Besuch im Sprechzimmer des Mediziners die bessere und mitunter sogar die einzig sinnvolle Variante ist. Grundsätzlich geeignet sind Videosprechstunden in den folgenden Fällen:

  • Erörterung von Befunden
  • Klärung von Fragen zur Medikamenteneinnahme
  • Einordnung und Kontrolle des Heilungsverlaufs
  • Medizinische Beratung, z. B. vor einer Auslandsreise
  • Inanspruchnahme präventiver Gesundheitsprogramme

Sind körperliche Untersuchungen oder Blutentnahmen nötig, kann die Videosprechstunde verständlicherweise nicht zum Einsatz kommen. Hier ist der Besuch vor Ort nach wie vor unvermeidlich.

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