Definition Was ist eine Supply Chain?

Von andi_dd

Ein funktionierendes Wirtschaftsleben setzt zuverlässige Supply Chains voraus. Nur eine störungsfreie Supply Chain ermöglicht reibungslose Produktionsprozesse und die lückenlose Versorgung der gewerblichen und privaten Abnehmer.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff Lieferkette umfasst die gesamte Logistik vom Lieferanten von Rohstoffen bis zum Endverbraucher. Gebräuchlich ist auch die englische Bezeichnung Supply Chain. Der Transport kann mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln wie Lkws, Zügen, Schiffen und Flugzeugen erfolgen. Die Sicherheit dieser Lieferketten genießt für Unternehmen höchste Priorität. Die Kosten spielen bei der Organisation der logistischen Prozesse ebenfalls eine große Rolle. Zusätzlich gewinnen Aspekte wie Umweltfreundlichkeit an Bedeutung.

Sicherheit der Supply Chain: Darum ist sie so wichtig

Bei Lieferketten gibt es mehrere Risiken, die zu einer temporären oder dauerhaften Unterbrechung führen können. Erwähnung verdienen:

  • Betriebsstörung bei einem Lieferanten
  • Embargo oder Exportverbot
  • Verzögerung durch Zollbehörden
  • Probleme auf Transportstrecken durch Unwetter
  • Streiks bei Lieferanten, Produzenten oder Logistikunternehmen

Auch eine weltweite Pandemie kann die Lieferketten an mehreren Stellen unterbrechen, das zeigt die Coronakrise. Staatliche Maßnahmen sorgen in solchen Gesundheitskrisen zum Beispiel für Personalknappheit und Unterbrechungen des Produktionsbetriebs. Reisebeschränkungen verhindern den Transport, Kontrollen des Zolls verzögern die Auslieferung. Die Corona-Pandemie verdeutlicht eine weitere mögliche Problematik: Vorübergehend kommt die Wirtschaft weitgehend zum Erliegen, daraus resultiert ein erheblicher Nachholbedarf. Die Hersteller und Händler können diese Nachfrage nicht sofort bedienen, die Lieferketten sind in einer Übergangsphase gestört.

Risiken und Kosten der Logistik minimieren

Störungen der Lieferkette bedeuten Umsatzverluste oder Mehrkosten. Diese finanziellen Risiken versuchen Unternehmen mit einem professionellen Supply-Chain-Management zu meiden. Sie investieren zum Beispiel in resiliente Lieferketten, die sich den jeweiligen Gegebenheiten anpassen können. Probate Mittel gegen Ausfälle sind die Diversifizierung der Lieferantenseite sowie die Bevorratung. Zugleich zielen Firmen darauf, die Kosten für die Beschaffung, den Transport und die Lagerung zu reduzieren. Insbesondere die Senkung der Lagerkosten steht im Widerspruch zum Anlegen eines Vorrats. Bei der Just-in-time-Produktion erhalten Fabriken Rohstoffe, Werkstoffe und andere erforderlichen Materialien unmittelbar vor der Verwendung, das erspart den Aufwand für die Lagerlogistik. Unterbrechungen in der Lieferkette führen aber sofort zu einem Produktionsstopp.

Nachhaltiges Supply-Chain-Management als Herausforderung

Unternehmen achten bei der Organisation von Lieferketten zunehmend auf die CO2-Bilanz. So werben einige Spediteure offensiv mit einem CO2-neutralen Versand. Sie berücksichtigen damit den gesellschaftlichen Trend zum Klimaschutz und politische Rahmenbedingungen. Zudem animieren steigende Energiepreise dazu, den Transport von Waren effizienter zu gestalten. Darüber hinaus verpflichtet der deutsche Gesetzgeber Betriebe mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, in der gesamten Lieferkette die Einhaltung menschenrechtlicher Standards sicherzustellen.

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