Definition Was ist eine Smart Factory?

Von Pandora Bells

Der Begriff Smart Factory bezeichnet eine Produktionsumgebung, die sich weitgehend selbst organisieren kann. Sie steht im Zentrum der sogenannten Industrie 4.0 und lässt sich ins Deutsche am besten mit „intelligente Fabrik“ übersetzen.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Zum Produktionsumfeld einer Smart Factory gehören Logistiksysteme und Fertigungsanlagen auf der Basis von cyber-physischen Systemen und die intelligente Vernetzung von Produkten und Maschinen. Dabei teilt das Produkt die Informationen, die für seine Fertigung benötigt werden, der Smart Factory mit, die dadurch die Produktionsschritte bis zum gewünschten Ergebnis steuern kann. Häufig gibt es eine drahtlose Kommunikation zwischen Anlagen und Produkten. Als Kommunikationsgrundlage dient das Internet of Things (IoT). In den eigentlichen Produktionsprozess muss der Mensch nicht mehr eingreifen.

Wichtige Merkmale einer Smart Factory:

  • Intelligent miteinander vernetzte Komponenten – Die intelligente Vernetzung der einzelnen Komponenten in einer Smart Factory lässt sich in interne und externe Vernetzung unterteilen. Die interne Vernetzung integriert sämtliche interne Komponenten des Produktionsprozesses. Die externe Vernetzung kümmert sich um die Kommunikation mit anderen Smart Factories.
  • Individualisierte Produktion – Aufgrund der Fähigkeit der intelligent vernetzten Fertigungsanlagen zur Selbstorganisation ist es möglich, die Produktionsabläufe flexibel und individuell zu modellieren. So können Kleinserien und Individualprodukte mit intelligenter Automation in einem Kostenrahmen produziert werden, der nur bei einer Massenproduktion in traditionellen Fertigungsanlagen denkbar ist. Dank der Angaben wie Funktion, Abmessung und Menge findet die Fertigungsumgebung selbstständig die optimalen Prozesse und Schritte für die Produktion eines Produktes.

Wichtige Werkzeuge und Komponenten, mit denen in einer Smart Factory gearbeitet wird:

  • Big-Data-Technologien
  • Cloud-Computing-Dienste
  • intelligente und flexible Logistiksysteme
  • cyber-physische-Systeme
  • leistungsfähige moderne Kommunikations- und Informationstechnik
  • embedded Systems
  • drahtlose Kommunikationstechniken, zum Beispiel RFID (Radio Frequency Identification)

Der Mensch in der Smart Factory

Zwar organisiert sich die Smart Factory selbst und stellt komplett automatisierte Fertigungsprozesse zur Verfügung, der Mensch spielt dennoch weiterhin eine wichtige Rolle. Er übernimmt wichtige Funktionen in der Optimierung und der Kontrolle der Produktionsabläufe. Darüber hinaus stimmt er die Schnittstellen zu anderen Smart Factories ab und konstruiert das Design der Fabrik. Sein wichtiges Arbeitsmittel ist dabei die Technologie der virtuellen Realität, die ihn ohne direkten physischen Kontakt zu den einzelnen Fertigungsanlagen gestattet, virtuell auf alle Systeme zuzugreifen und wenn notwendig auf sie einzuwirken.

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