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Definition Was ist eine Konsolidierung?

Autor / Redakteur: zeroshope / Sarah Böttcher

Der Begriff der Konsolidierung hat im deutschen Sprachgebrauch mehrere Bedeutungen. Im Zusammenhang mit der IT ist in der Regel ein Umbau einer IT-Infrastruktur gemeint. Ziel ist es, diese flexibler auszurichten – zum Beispiel durch Virtualisierungen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Wörtlich übersetzt bedeutet der eigentlich lateinische Begriff Konsolidierung „Zusammenführung“. Dies ist nach dem allgemeinen Sprachverständnis jedoch eine etwas missverständliche Wiedergabe. Gängig wird Konsolidierung schließlich als „Verbesserung“ oder „Steigerung der Handlungsfähigkeit“ verstanden. Wer beispielsweise seine Finanzen konsolidiert, möchte primär keine Gelder zusammenführen, sondern am Ende liquider sein. Im IT-Bereich ist es ähnlich.

Konsolidierung bezieht sich auf IT-Infrastrukturen

Wenn in der IT konsolidiert wird, so bezieht sich der Begriff stets auf Infrastrukturen. In gewisser Weise wird hier tatsächlich zusammengeführt. Beispielsweise kann Hardware verschmolzen werden. Tatsächlich sind die Ziele jedoch andere: Die Infrastruktur soll erstens leistungsstärker werden. Zweitens soll sie an Flexibilität gewinnen. Dies bedeutet, dass sie mehr Aufgaben übernehmen und einfacher geändert werden kann. Drittens soll sie kosteneffizienter arbeiten.

Folgende Prozesse laufen im Rahmen einer IT-Konsolidierung ab:

  • Vereinheitlichung von Abläufen, Hard- sowie Software
  • Austausch physischer Systeme durch virtuelle
  • Modernisierung von Hard- sowie Software
  • Wegfall überflüssiger Hard- und Software

IT-Konsolidierung der öffentlichen Hand als Beispiel

Das bekannteste Beispiel einer IT-Konsolidierung findet in Deutschland auf Staatsebene statt. Die öffentliche Hand versucht seit Jahren, die Infrastruktur schlanker, einheitlicher und günstiger zu machen. Das beratende Fraunhofer-Institut bezeichnet den Vorgang als eine „der komplexesten und größten Herausforderungen“, vor denen die deutsche Verwaltung je stand. Dennoch sei alternativlos, die IT-Infrastruktur zu konsolidieren. Dies sei schließlich für die Sanierung der staatlichen Haushalte sowie für das Bestehen im globalen Wettbewerb von entscheidender Bedeutung.

Der Staat muss dabei zwei Probleme lösen. Der föderale Aufbau und das Ressortprinzip – jeder Verwaltungsbereich kann für sich entscheiden – erschweren vor allem die Vereinheitlichung der IT sehr. Zudem kann die Verwaltung nicht einfach die „Pause“-Taste drücken und stillstehen, während Systeme ausgetauscht werden.

In vielen Firmen existieren vergleichbare Probleme, wenn auch nicht auf diesem Level. Als Lösung kommen beim Staat wie in den Unternehmen „Etappen“ zum Einsatz. Die Konsolidierung erfolgt nach und nach. Dadurch wird sie allerdings zu einem ausgesprochen langwierigen Prozess.

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