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Definition Was ist eine GmbH?

| Autor / Redakteur: TheRacoon / Dr. Andreas Bergler

Die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) gehört zu den Kapitalgesellschaften. Sie ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit und aufgrund der beschränkten Haftung eine der häufigsten Rechtsformen bei der Unternehmensgründung.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Eine GmbH ist eine notariell beglaubigte und rechtsgültige Unternehmensgemeinschaft. Erstmals in Deutschland fest im Gesetz verankert wurde die Rechtsform im Jahr 1892. Die GmbH gehört zu den Kapitalgesellschaften und verfügt über eine eigene Rechtspersönlichkeit. Das bedeutet, sie ist eine eigenständige juristische Person. Somit kann die GmbH zum Beispiel von einer natürlichen Person verklagt werden oder selbst gegen diese oder eine andere juristische Person klagen.

Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Grundlage für die Gründung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist mindestens eine natürliche Person, die als Gesellschafter auftritt. Neben dieser natürlichen Person können aber auch andere Gesellschaften als Gesellschafter fungieren. Voraussetzung für die Gründung ist ein Stammkapital von mindestens 25.000 Euro. Die Hälfte, also 12.500 Euro müssen sofort eingebracht werden.

Als zentrales Element der Gründung gilt ein Gesellschaftsvertrag. Zudem muss eine GmbH zunächst ins Handelsregister eingetragen sein, bevor die Gründung rechtsgültig wird. Bis zur schriftlichen Bestätigung durch einen Notar muss die Gesellschaft als „GmbH i.G.“ (in Gründung) bezeichnet werden.

Info: Bei der UG (Unternehmergesellschaft) handelt es sich umgangssprachlich um eine sogenannte „Mini-GmbH“. Diese ist ebenfalls haftungsbeschränkt, kann jedoch bereits mit einem Stammkapital von 1 Euro gegründet werden.

Beschränkte Haftung

Die Beschränkung der Haftung ist das Kernmerkmal der GmbH. Das bedeutet, dass die Gesellschaft gegenüber Gläubigern lediglich mit dem hinterlegten Stammkapital haftet. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sind damit nur auf die Gesellschaft bezogen. Die beteiligten Gesellschafter haften anders als bei Personengesellschaften nicht persönlich mit ihrem Privatvermögen.

Organe der Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Jede GmbH muss in zwei Organen organisiert sein. Auf der einen Seite besteht diese Aufteilung aus mindestens einem Geschäftsführer sowie auf der anderen Seite der Gesellschafterversammlung. Geschäftsführer sind Angestellte der GmbH, können aber auch gleichzeitig Gesellschafter sein. Nach außen hat der Geschäftsführer die uneingeschränkte Vertretungsmacht.

Für einige Geschäfte benötigt er dennoch die Zustimmung der Gesellschafterversammlung. Die Gesellschafterversammlung trifft ihre Beschlüsse grundsätzlich per einfacher Stimmenmehrheit. Zu den wichtigsten Befugnissen und Pflichten der Gesellschafterversammlung gehören unter anderem:

  • Feststellung des Jahresabschlusses
  • Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses
  • Teilung und Einbeziehung von Geschäftsanteilen
  • Abberufung, Entlastung und Prüfung von Geschäftsführern
  • Satzungsänderungen
  • Bestellen von Prokuristen

Änderungen, die Geschäftsführer, Kapitalerhöhungen, Liquidation, Namensänderungen oder die Verlegung des Firmensitzes betreffen, müssen öffentlich im Handelsregister eingetragen werden. Hat eine GmbH mehr als 500 Arbeitnehmer, benötigt sie neben Geschäftsführern und Gesellschafterversammlung einen Aufsichtsrat als zusätzliches Organ.

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