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Definition Was ist eine DVD?

| Autor / Redakteur: Blue Floyd / Dr. Andreas Bergler

Die Digital Versatile Disk (DVD) ist ein optischer Datenspeicher, der mehr Speicherkapazität als eine CD aufweist und um die Jahrtausendwende Verbreitung auf den Massenmarkt fand. In den letzten Jahren ist die Bedeutung der DVD zurückgegangen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die wachsende Bedeutung von CDs im Videosegment – genannt seien etwa die Video-CD und die Laserdisc – in den 1990ern führte dazu, dass im Lauf der Zeit auch die Ansprüche an die optischen Datenträger wuchsen. Die 74 bis 128 Minuten Aufnahmelänge pro Video-CD oder Laserdisk waren für viele Spielfilme nicht genug, zusätzlich war die Auflösung begrenzt (beispielsweise auf VHS-Qualität im Fall der Video-CD).

Weiterhin wurde die CD auch am Computer zu einem Medium, das die klassische Diskette verdrängt hatte. Umfangreiche Programme und Spiele sprengten jedoch schnell die Speicherkapazität von 650 bis 700 MB pro CD, sodass Software auf mehreren CDs ausgeliefert werden musste. Da dies, ebenso wie der Wechsel der Video-CDs oder Laserdisks, umständlich war, begann die Industrie an einem Nachfolger zu arbeiten, woraus schließlich die DVD entstand.

Fakten zur DVD

Eine typische DVD fasst 4,7 GB Daten und damit etwas mehr als die siebenfache Datenmenge einer CD. Im Fall von Dual-Layer-DVDs, in denen zwei Datenschichten übereinander gespeichert sind, wächst die Kapazität auf 8,5 GB. Die sehr viel höhere Bild- und Tonqualität kombiniert mit einer wesentlich längeren Lebensdauer im Vergleich zur VHS-Kassette und dem Komfort bei der Bedienung führte dazu, dass die Anzahl verkaufter DVDs schon nach vier Jahren auf dem deutschen Markt die Verkaufszahlen der VHS-Kassette überholte. Auch als Datenspeicher am Computer hatte sie sich schnell etabliert.

Heute sind sowohl am Computer (bedingt durch Breitbandinternet und Downloads) als auch im Bereich der Videodatenträger (bedingt durch Streaming) die Verkaufszahlen der DVDs im Handel wieder rückläufig.

HD-DVD als gescheitertes Medium

Mitte der 2000er-Jahre entbrannte zwischen der Blu-ray-Disc und der HD-DVD ein Wettkampf um die Vorherrschaft im HD-Videomarkt. Nicht zuletzt durch die PlayStation 3, die einen Blu-ray-Player in zahlreiche Haushalte brachte, konnte die Blu-ray diesen Formatkrieg für sich entscheiden. Heute spielt die HD-DVD keine Rolle mehr, obwohl sie technisch durchaus auf Augenhöhe der Blu-ray-Disc rangierte (siehe dazu: Betamax gegen VHS).

Wichtige Daten zur DVD

  • Kapazität: zwischen 4,7 GB und 8,5 GB (im Single-Layer- bzw. Dual-Layer-Verfahren). In seltenen Fällen mehr
  • Auflösung für Video-DVDs: maximal 720 x 480 Pixel
  • Lebensdauer: etwa zehn Jahre bei sachgemäßer Lagerung
  • Gewicht: exakt 16 Gramm pro DVD
  • Audiokanäle: maximal 7 bei DVD-Video, 6 bei DVD-Audio.

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