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Definition Was ist eine BIN-Datei?

Autor / Redakteur: zeroshope / Margrit Lingner

Die Abkürzung „bin“ steht für eine Binärdatei bzw. ein „binary file“. Grundsätzlich werden darunter alle Dateien verstanden, die kein Text sind. Es existieren also zahlreiche Formate für Binärdateien. Dabei hat die Arbeit mit diesen spezifische Vorteile.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Frage, ob es sich bei einer Datei um eine Binärformatdatei handelt, lässt sich in der Regel mit einem Texteditor beantworten. Dieser kann eine bin-Datei nicht interpretieren. Stattdessen werden keine oder nur vereinzelt lesbare Zeichenmuster ausgegeben. Als einfache Faustregel: Ist eine Datei nicht druckbar, liegt sie in einem bin-Format vor. Öffnen und editieren lassen sich Binärdateien mit speziellen Tools, so genannten Hex-Editoren.

Anwendungsgebiete von bin-Dateien

Insbesondere direkte ausführbare Computerprogramme setzen auf Binärformatdateien. Dabei werden Daten strukturell an den Anforderungen der Verarbeitung ausgerichtet oder es werden spezifische Datenfelder möglichst gut gespeichert. Virtuelle Abbildungen von DVDs oder Blue-Rays werden zum Beispiel häufig als Binärformatdatei gespeichert. Sie enthält die nötigen Befehle, um ihn auf einem Windows-Rechner, einem Computer von Apple (Mac OS) oder mit einem Linux-System problemlos abzuspielen. Der Film bleibt also bewahrt (möglichst optimale Speicherung) und wird an die Bedingungen der Verarbeitung angepasst (wechselnde Plattformen für das Abspielen).

Vorteile von bin-Dateien

Eine Binärdatei kann alle möglichen Bit-Kombinationen verwenden. Dies bedeutet in der täglichen Handhabung einen großen Vorteil. Sie haben auf diese Weise eine höhere Informationsdichte als Textdateien, brauchen weniger Platz und lassen sich schneller laden und speichern.

Das Beispiel virtueller Abbildungen von DVDs verdeutlicht einen weiteren Vorteil. Eine Binärformatdatei lässt sich problemlos von einer Plattform zur anderen bewegen, ohne dabei beschädigt zu werden. Sie werden deshalb gerne auch in der Firmware von Hardware eingesetzt, bei der nicht klar ist, mit welcher Software diese arbeiten wird. Entsprechende „Binaries“ finden sich hier häufig.

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