Definition Was ist ein Zero Trust Network Access (ZTNA)?

Autor / Redakteur: zeroshope / Heidi Schuster

Zero Trust Network Access (ZTNA) beschreibt ein Konzept, bei dem ein sicherer Remote-Zugriff auf eine Applikation gewährt wird. Anders als bei einem VPN gibt es keinen Tunnel. Stattdessen vermittelt ein Broker die Zugriffe.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Unter Zero Trust Network Access (ZTNA) ist ein Konzept zu verstehen, um aus der Ferne einen sicheren Zugriff auf Anwendungen zu gestatten. Anders als bei einem virtuellen privaten Netzwerk (VPN) gibt es keine Zugänge zu einem Netzwerk, sondern die Verbindung wird auf der Ebene der Applikation etabliert. Hier kommt ein sogenannter Broker zum Einsatz. Es handelt sich um einen Software-defined Perimeter (SDP), der alle Zugriffe des Nutzers freigibt. Wie es der Name schon sagt, wird dabei allen Anfragen grundsätzlich misstraut („Zero Trust“). Deshalb werden alle Dienste und Klienten grundsätzlich jedes Mal überprüft.

So funktioniert der ZTNA im Detail

Folgende Schritte unternimmt der Broker in einem Zero Trust Network Access:

  • Mikrosegmentierung von allen Anfragen und Aktionen auf der Anwendungsebene.
  • Jede Applikationsverbindung wird als separate Umgebung behandelt.
  • Die Authentifizierung erfolgt über die Überprüfung einer Identität.
  • Alternativ kann sie auch gerätebasiert ablaufen.
  • Der Broker stellt sich nach der erfolgreichen Authentifizierung einen sicheren Pfad her, der für den Nutzer (und das restliche Internet) unsichtbar ist.

Bildlich vergleichbar ist das Ganze mit einem Bürogebäude, bei dem alle Arbeitsplätze voneinander getrennt und außer für den aktuellen Nutzer prinzipiell unsichtbar sind. Ein Türsteher geleitet den Anwender zu einem Arbeitsplatz. Was ansonsten geschieht, kann der Nutzer nicht sehen. Er kann selbst auch nicht über seinen Arbeitsplatz hinaus mit dem Umfeld interagieren.

Einsatzgebiete eines ZTNAs

Ein Zero Trust Network Access kommt vor allem in Clouds sowie in hybriden Lösungen zum Einsatz. Hier wird die App oft direkt ausgespielt. Beispielhaft seien die Microsoft Office-Anwendungen genannt. Es ist in solchen Fällen nicht zweckdienlich, Verbindungen auf Netzwerkebene aufzubauen, weil diese potenzielle Sicherheitsrisiken für die Anwendungsanbieter darstellen können. Der ZTNA verhindert dies aufgrund seiner oben geschilderten Eigenschaften.

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