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Definition Was ist ein Webspeicher?

Autor / Redakteur: Laimingas / Dr. Andreas Bergler

Ein Webspeicher bezeichnet Speicherplatz auf einem oder mehreren Servern für Daten, auf die jederzeit via Internet zugegriffen werden kann. In der Regel wird dieser Dienst von Internetprovidern angeboten, er kann aber auch in Eigenregie erfolgen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Webspeicher – oder englisch Webspace – kann dazu dienen, die Inhalte von Webseiten, Blogs oder Online-Shops aufzunehmen. Er wird aber zunehmend auch von Privatpersonen genutzt, um Fotos, Filme, Texte u.a. in der Cloud abzulegen und diese beispielsweise per Smartphone jederzeit und von jedem Ort abrufen zu können. Der allgemeine Oberbegriff für solche Angebote ist Webhosting.

Kosten für Webspeicher

Das Webhosting für Internetseiten ist bei den meisten Anbietern kostenpflichtig. Für kleinere Projekte müssen aber lediglich einige Euro pro Monat investiert werden. Im Gegenzug sorgt der Provider für Möglichkeiten zur Datensicherung und für einen schnellen Zugriff auch bei Stoßzeiten. Zudem hält er eine bestimmte Anzahl von E-Mail-Adressen zur Verfügung. Eine nicht unbedeutende Rolle im Zusammenhang mit den Kosten spielt auch der Traffic. Zum Teil gibt es eine Obergrenze für einen festgelegten Zeitraum. Wird diese Grenze überschritten, laufen weitere Kosten auf.

Unternehmen wie Google, Dropbox oder Microsoft stellen begrenzte Kapazitäten für private Nutzer kostenlos bereit, die gegen Gebühr nahezu unbegrenzt erweitert werden können. Kostenlose Angebote sind allerdings häufig mit der Einblendung von Werbeanzeigen verbunden, auf die der User keinerlei Einfluss nehmen kann.

Welche Webspeichergröße ist sinnvoll?

Die Größe des benötigten Webspeichers hängt immer von den geplanten Projekten ab. Einfache HTML-Dateien mit viel Text und wenigen Bildern benötigen nicht viel Platz. Bei Fotos, Filmen und Video-Clips steigt der Bedarf hingegen deutlich an. Umfangreiche Online Shops mit zahlreichen Produktabbildungen oder Videoanleitungen stoßen da schnell in den Terabyte-Bereich vor.

Auslagern oder selbst Webspeicher bereithalten?

Viele Unternehmen ab einer bestimmten Größe und mit dem entsprechenden Budget nutzen eigene Server, um Webspace vorzuhalten, nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen. Bei der Auslagerung an einen Dienstleister ist immer die Gefahr gegeben, dass dieser mit den gespeicherten Daten nicht seriös umgeht oder diese nicht ausreichend gegen den Zugriff Dritter schützt.

Die Einrichtung eines eigenen Webspeicher-Servers kann auch für private Nutzer sinnvoll sein, sofern genug Knowhow und Kapital für Hard- und Software vorhanden ist. Es gibt mittlerweile auch kostenlose Programme, mit denen man seine Daten in Eigenregie auf einem eigenen Server verwalten kann.

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