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Definition Was ist ein Systeminformatiker?

| Autor / Redakteur: Diderot / Ira Zahorsky

Systeminformatiker ist ein informationstechnischer Beruf mit einem breiten Aufgabenspektrum. Dank der fortschreitenden Digitalisierung sind die Arbeitsmarkt- und Aufstiegschancen für ausgebildete Systeminformatiker ausgezeichnet.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Berufsbezeichnung Systeminformatiker deckt die Bereiche des früheren Kommunikationselektronikers ab: Informationstechnik, Fernmeldetechnik und Nachrichten-/Funktechnik. 2013 wurde die Berufsbezeichnung Systeminformatiker durch den „Elektroniker für Informations- und Systemtechnik“ ersetzt. Dennoch ist sie weiterhin gebräuchlich und wird in diesem Artikel durchgehend verwendet.

Der Systeminformatiker ist vor allem Elektrotechniker

Der Schwerpunkt des Berufs liegt nicht in der Informatik, sondern in der Elektronik/Elektrotechnik. Informationstechnische Systeme begegnen im Arbeitsalltag auf Schritt und Tritt. Das können Computer ebenso wie Produktionsmaschinen, Antennenanlagen, Telefone oder Faxgeräte sein. Diese Systeme bestehen aus Schnittstellen, Mikroprozessoren, Hardwarekomponenten sowie Nutzeroberflächen und werden durch Programmierungen gesteuert. Der Systeminformatiker bringt diese Komponenten in eine perfekte Zusammenarbeit. Er entwirft die informationstechnischen Anlagen, baut sie zusammen, installiert und wartet sie.

Ausbildung zum Systeminformatiker

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Grundlage ist das klassische duale Ausbildungssystem mit praktischen Einsätzen im Betrieb und theoretischem Unterricht in der Berufsschule. Das Wissen wird in zwei Prüfungen abgefragt: Eine zu Beginn des dritten Lehrjahres, eine am Ausbildungsende. Für die Ausbildung gibt es keine definierten Zugangsvoraussetzungen. In der Regel werden jedoch Realschulabgänger oder Abiturienten mit naturwissenschaftlichen/technischen Schwerpunkten bevorzugt.

Inhalte der Ausbildung

In der Ausbildung spezialisiert sich der angehende Systeminformatiker auf fünf mögliche Schwerpunkte:

  • Signal-/Sicherheitssysteme
  • Informations-/Kommunikationssysteme
  • Eingebettete Systeme
  • Automatisierungssysteme
  • Funktionstechnische Systeme

Zahlreiche Inhalte stehen während der Ausbildung auf dem Lehrplan, beispielsweise:

  • messen/analysieren von technischen Funktionen
  • Beurteilung der Anlagensicherheit
  • technische Auftragsanalyse
  • Optimierung vernetzter industrieller Systeme
  • Integration neuer Hard-/Softwarekomponenten
  • Programmierung von Software
  • Kundenbetreuung
  • Erlernen und Anwenden von Programmiersprachen
  • Englisch/Fachenglisch

Tätigkeiten im Berufsalltag

Im Berufsalltag werden vom Systeminformatiker je nach Spezialisierung unter anderem folgende Tätigkeiten ausgeübt:

  • Konfiguration von Betriebssystemen und Netzwerken
  • Erstellung von Nutzeroberflächen
  • standardisierte Softwarelösungen an Kundenwünsche anpassen
  • Montage elektronischer Bauteile
  • Programmieren von Schnittstellen
  • Anwenderschulungen durchführen
  • bestehende Systeme warten und optimieren
  • bei Systemstörungen Support leisten

Gehalt des Systeminformatikers

Das Gehalt beträgt in der Ausbildung zwischen 900 Euro (erstes Ausbildungsjahr) und 1.100 Euro (viertes Ausbildungsjahr). Der fertig ausgebildete Systeminformatiker verdient durchschnittlich 2.500 Euro brutto. Dieser Wert schwankt stark je nach Branche, Arbeitgeber und Region. Nach einigen Jahren Berufserfahrung ist ein Gehalt von 3.500 Euro realistisch. Systeminformatiker in großen Betrieben mit mehr Verantwortung erzielen noch einmal ein deutlich höheres Gehalt.

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