Definition Was ist ein Softwareingenieur?

Autor / Redakteur: zeroshope / Ann-Marie Struck

Ein Softwareingenieur ist für die Konzeption und Optimierung komplexer Softwaresysteme zuständig. Er programmiert nicht selbst, sondern übernimmt die Planungen. Seine konkreten Aufgaben sind vielseitig - und verlangen daher ein technisches Studium.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Ein Softwareingenieur (oft auch in deutscher Sprache mit der englischen Vokabel „Software Engineer“ beschrieben) ist ein Architekt komplexer Softwaresysteme. Dies bedeutet, er plant und optimiert, wie Anwendungen ineinandergreifen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Dabei programmiert der Softwareingenieur jedoch nicht selbst, sondern fokussiert sich ausschließlich auf die Konzeption. Diese basiert auf wissenschaftlichen Methoden und technischem Know-How. In Deutschland dürfen sich deshalb nur solche Personen als Softwareingenieur bezeichnen, die ein technisches oder naturwissenschaftliches Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen haben.

Softwareingenieur: Geschichte des Berufs

Der Softwareingenieur wurde als Beruf bereits in den 1960er Jahren geboren. Damals wollte man dem Umstand Rechenschaft zollen, dass Konzeption und Programmierung getrennte Arbeitsprozesse waren (und sind). Im Laufe der Zeit wurde das Profil des Software Engineers dabei immer weiter geschärft: Die Systeme gewannen an Komplexität und verlangten deshalb zunehmend mehr Fachwissen. Um die nötige Qualität und Produktivität bei der Softwareentwicklung zu erreichen, wurden deshalb speziell geschulte Experten benötigt.

Dieser Prozess hat sich durch die Aufhebung von Software an Geräteklassen beschleunigt. Cloud- und Hybrid-Lösungen, die auf unterschiedliche Hardware ausgespielt werden und mit vielen anderen Anwendungen kompatibel sein müssen, verlangen nicht nur Planungs- und Optimierungsfähigkeiten, sondern auch Kompetenzen im Bereich des Meisterns unerwarteter Schwierigkeiten. Softwareingenieure haben deshalb den Beinamen "Problemlöser" bekommen.

Diese Bereiche werden von der Arbeit eines Softwareingenieurs berührt:

  • Datenbanken
  • Betriebssysteme bzw. Plattformen
  • Programmiersprachen
  • Cloud-Lösungen
  • Entwicklungspipelines
  • Web-Technologien
  • Schnittstellen-Konzeptionen
  • Standardsoftware der jeweiligen Branche
  • Hardware (ein Grundverständnis wird vorausgesetzt, beispielsweise in der Industrie von den Maschinen, die in der Fertigungsstätte arbeiten)

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