Definition Was ist ein SFP-Port?

Von SiLip

Ein SFP-Port ist ein Steckplatz, in den standardisierte Module zum Anschluss von Netzwerkverbindungen eingeschoben werden. Er ermöglicht die schnelle Datenübertragung zwischen zwei Geräten über einen SFP-Transceiver und eine entsprechende Verkabelung.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

SFP ist die Abkürzung für Small Form-factor Pluggable, eine Generation modularer optischer oder elektrischer Transceiver, die als Verbindungsstecker für schnelles Ethernet, SONET und Fibre Channel konstruiert wurden. Umgangssprachlich ist auch die Bezeichnung Mini-GBIC verbreitet.

Vorteile von SFP-Ports

Die Eigenschaften und Abmessungen von SFP-Ports wurden vom 1990 gegründeten Small Form Factor Committee (SFF) in einer Multi-Source-Vereinbarung (MSA) festgelegt. Viele Hersteller unterstützen diesen Standard, da die deutlich kleineren SFP-Transceiver die gleiche Leistung erbringen wie GBIC-Module und dadurch Netzwerke mit größerer Portdichte ermöglichen. Mithilfe von SFP-Modulen besteht die Möglichkeit, Netzwerkgeräte kostengünstig mit einer Vielzahl verschiedener Glasfasertypen zu beschalten.

In einem Gigabit-Switch verbaute SFP-Ports bieten Vorteile hinsichtlich der Zukunftssicherheit und der Kosteneffizienz. Kommen neue Standards oder Technologien auf den Markt, können mit SFP-Ports ausgestattete Geräte einfach mit neuen Modulen bestückt werden und unterstützen dann die aktuellen Anschlussvarianten. Zudem ist die Netzwerkhardware flexibler einsetzbar, weil sie sich über passende SFP-Transceiver in jede vorhandene Netzwerkinfrastruktur integrieren lässt.

SFP, SFP+ und SFP28: Das sind die Unterschiede

Herkömmliche SFP-Module bieten Geschwindigkeiten von 4,25 Gbit/s. Mittlerweile existieren weiterentwickelte Versionen, die deutlich höhere Übertragungsraten ermöglichen.

In Größe und Aussehen nahezu identisch sind SFP+-Transceiver, die Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s unterstützen. Die SFP+-Spezifikationen beruhen auf dem Multi-Source-Protokoll SFF-8431. Manche SFP+-Ports nehmen auch SFP-Module auf. Die Geschwindigkeit sinkt bei dieser Kombination jedoch auf 1 Gbit/s ab. Eine SFP+-Optik an einen SFP-Port anzuschließen, ist hingegen nicht möglich.

Die vom 100-Gbit-Ethernet abgeleitete Spezifikation SFP28 ist bei gleicher Größe wie SFP auf die Signalübertragung mit 25 Gbit/s ausgelegt. Sie unterstützt eine einzelne Lane mit bis zu 28 Gbit/s (25 Gbit/s + Kodierung + Vorwärtsfehlerkorrektur). Verwendung findet sie unter anderem bei der Aufteilung von 100-Gbit-Ports auf jeweils vier 25-Gbit-Ports.

Anwendungsbereiche von SFP-Ports

Zum Einsatz kommen SFP-Ports in Netzwerkgeräten wie Switches, Routern, Netzwerkschnittstellenkarten, Servern oder Computern. Die meisten Switches in großen Computernetzwerken verfügen über mindestens zwei SPF-Ports und werden zum Teil auch als SFP-Switches bezeichnet. In neueren Geräten werden oft die Nachfolgestandards SFP+ und SFP28 eingesetzt.

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