Definition Was ist ein Repeater?

Autor / Redakteur: Zeroshope / Andreas Bergler

Ein Repeater dient im IT-Bereich der Aufbereitung und Verstärkung von den Signalen eines Kommunikationsnetzes. Typischerweise wird er eingesetzt, um ein WLAN zu verstärken. Zu unterscheiden sind lokale und weitreichende Varianten.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Repeater ist die englische Bezeichnung für „Wiederholer“ beziehungsweise „Überträger“. Damit deutet der Name bereits an, welche Aufgaben die Geräte im IT-Bereich haben. Sie sollen Kommunikationssignale wiederholen, im Klartext also aufbereiten und verstärken. Dadurch wird es möglich, getrennte Segmente in einem Netz zu verbinden. Als einfaches und typisches Beispiel sei der klassische Nutzungsfall eines Repeaters genannt: die mangelnde Durchdringung eines Hauses oder einer Wohnung mit WLAN. Das Signal des Routers ist nicht stark genug, um alle Räume zu erreichen. Diese sollen aber Teil des kabellosen Netzes sein. Der Repeater ermöglicht dies.

Funktionsweise von Repeatern

In der Kommunikationstechnologie existieren analoge sowie digitale Repeater. Letztere kommen ausnahmslos im Netzwerkbereich zum Einsatz. Analoge Repeater arbeiten mit einer Spannung, die proportional zur Amplitude des Ursprungssignals ist, um die zu verstärkenden Daten zu übertragen. Sie können mit elektronischen Filtern ausgestattet sein, um Frequenz- oder Phasenverzerrungen zu kompensieren. Typisches Einsatzgebiet sind beispielsweise Trunk Lines, also Verbindungen von privaten Netzwerken zu verschiedenen Klienten. Im Telefonie-Bereich werden analoge Signalverstärker deshalb häufig benötigt.

Digitale Verstärker arbeiten mit Binärsignalen. Die Daten liegen dabei in Impulsen mit nur zwei Werten vor, typischerweise 0 und 1. Der digitale Repeater kann den Wert lesen und aus der Summe der Impulse die Netzverstärkung erzeugen. Er ist zudem in der Lage, die Impulse neu zu terminieren, um seine Arbeit möglichst gut zu machen. Ist er auch als Regenerator beziehungsweise für die Signalaufbereitung zuständig, arbeitet er mit einer mathematischen Logik. Er kann anhand der empfangenen Werte erkennen, welche ihn nicht erreicht haben. Diese ersetzt er und strahlt so ein vollständiges Netz aus.

Als einfaches Beispiel: Der aufbereitende Repeater erwartet innerhalb von zehn Sekunden zehn Impulse mit dem Wert 1. Er empfängt die Impulse 1 bis 8 und den Impuls 10 mit dem geforderten Wert. Der neunte Impuls bleibt aus. Der Aufbereiter kann aber schließen, dass er übermittelt werden sollte – ansonsten hätte er einen Impuls mit dem Wert 0 empfangen. Entsprechend fügt er ihn hinzu.

Lokale und weitreichende Repeater

Typisch im WLAN-Bereich sind lokale Repeater. Es besteht eine räumliche Nähe zwischen Signalgeber und Repeater. Weitreichende (Remote-) Repeater verbinden hingegen weit entfernte Netzsegmente. Die Distanz kann bis zu einem Kilometer betragen. Sie kommen beispielsweise in Mobilfunknetzwerken zum Einsatz, um die Signale der Funktürme zu verstärken.

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