Definition Was ist ein Headhunter?

Autor / Redakteur: Christian Schreiber / Sarah Böttcher

Für viele Unternehmen ist es schwer, geeignete Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Allein die Ermittlung potenzieller Kandidaten stellt die Personalabteilungen vor Herausforderungen. Professionelle Headhunter leisten hier gute Unterstützung.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Zu den Aufgaben eines Headhunters gehört in erster Linie die Direktsuche geeigneter Kandidaten für einen bestimmten Posten im gehobenen Unternehmenssegment. Die auch als „Executive Search“ bezeichnete Dienstleistung beschränkt sich dabei aber meist nicht nur auf die Ermittlung, Ansprache und Vorstellung potenzieller Führungskräfte, sondern umfasst häufig eine individuelle Begleitung durch die einzelnen Phasen des Recruitings. Headhunting wird in aller Regel nur bei herausgehobenen Funktionen angewendet, die mit Spitzenkräften besetzt werden sollen und ein Jahresgehalt von etwa 120.000 Euro aufweisen.

Voraussetzung ist ein exaktes Anforderungsprofil

Bevor sich ein Headhunter an die Arbeit macht und geeignete Kandidaten für die zu besetzende Stelle ermittelt, wird im Normalfall zunächst gemeinsam mit dem Auftraggeber des Recruitings ein exaktes Anforderungsprofil erstellt. Aus diesem Anforderungsprofil lassen sich dann die erforderlichen Eigenschaften und Fähigkeiten sowie die sozialen Kompetenzen potenzieller Anwärter ablesen. Je gründlicher in dieser vorbereitenden Phase gearbeitet wird und je mehr Hintergrundwissen der Headhunter zu den Zielen des Auftraggebers hat, desto besser wird ihm die Kandidatengewinnung gelingen.

Marktanalyse und Informationsabschöpfung

Im Zuge seiner Recherchen muss ein Headhunter möglichst viele Informationen über die jeweilige Zielperson zusammentragen. Hierbei geht es aber nicht um „Spionage“, sondern eher um das Abschöpfen allgemein zugänglicher Quellen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Der Headhunter analysiert zudem den Markt und erstellt sodann eine Auflistung geeigneter Kandidaten, die zum vorab definierten Anforderungsprofil passen. In einem nächsten Schritt erfolgt häufig die direkte Kontaktaufnahme zum potenziellen Kandidaten, wobei der Headhunter als Vermittler zwischen seinem Auftraggeber und der ins Auge gefassten Zielperson auftritt. Die erste Kontaktaufnahme kann dabei sowohl in der Agentur des Headhunters als auch auf neutralem Boden, beispielsweise in einem Restaurant, erfolgen. Nach der Auswahl geeigneter Kandidaten präsentiert der Headhunter diese seinem Auftraggeber.

Abrechnung als Pauschalhonorar oder Erfolgsprämie

Die durch den Headhunter erbrachten Leistungen können entweder im Rahmen eines pauschalen Beraterhonorars oder in Form von Erfolgsprämien abgerechnet werden. Üblich ist hier nicht selten auch eine Aufsplittung in einzelne Abschnitte. So erfolgt die erste Teilzahlung (meist ein Drittel der Honorarsumme) oft dann, wenn die ersten infrage kommenden Kandidaten namentlich benannt werden. Die zweite Tranche wird fällig, sobald der bestgeeignete Kandidat feststeht und die Schlusszahlung erfolgt nach Unterzeichnung des Vertrages durch den Geworbenen. Die Kosten für die Beauftragung eines Headhunters bewegen sich bei der Rekrutierung von Fach- und Führungskräften üblicherweise im Bereich von 25 bis 35 Prozent des ersten Jahresgehalts des eingestellten Kandidaten.

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