Definition Was ist ein Game Designer?

Autor / Redakteur: kebi / Ann-Marie Struck

Der Beruf des Game Designers ist eine Kombination aus Kombination aus Spieltrieb, Kreativität, Technik und Programmierung. Sie werden häufig auch als Spielentwickler bezeichnet. Dabei hat die Tätigkeit wenig mit dem Spielen an sich zu tun.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Game Designer, häufig auch Spielentwickler genannt, arbeiten an der Schnittstelle zwischen kreativer Idee und deren technischer Umsetzung. Sie erfinden Charaktere, erschaffen Handlungen, konzipieren virtuelle Welten und programmieren die Spielabläufe von Handy-, Video- und Computerspielen. Entgegen der weitverbreiteten Meinung hat die Tätigkeit eines Game Designers wenig mit dem Spielen an sich zu tun.

Programmieren und Gestalten

Die Vorgaben, die ein Game Designer umsetzen muss, werden vom Auftraggeber bestimmt. Soll die virtuelle Handlung realistisch sein oder in einer Fantasiewelt spielen? Geht es vorrangig um Unterhaltung, um Action, Strategie, Simulation oder ist das Ziel ein konkreter Lerneffekt? Zudem müssen Regeln wie Altersvorgaben oder die Ansprache einer bestimmten Zielgruppe eingehalten werden. Häufig befindet sich ein Game Designer auch in der Rolle eines „Filmemachers“, der Storys und Designs entwirft, um dann Landschaften, Handlungen und Charaktere digital zu animieren.

Welche Qualifikation braucht ein Game Designer?

Technische Universitäten wie beispielsweise die TU München bieten im Rahmen eines Informatikstudiums die Zusatzqualifikation „Games Engineering“ an. Während der Ausbildung erwirbt die oder der Studierende fundierte Kenntnisse auf den Gebieten:

  • Computer Grafik
  • Simulation und Interaktion
  • künstliche Intelligenz
  • Social Games
  • Game Engine Design und vieles mehr

Auch Grafiker, Designer und Programmierer haben gute Chancen auf eine Anstellung als Game Designer. Der Brancheneinstieg erfolgt in vielen Fällen über die Beschäftigung als Level-Designer.

Häufige Einsatzgebiete von Game Designern sind:

  • Softwareentwickler für virtuelle Spiele und Online-Rollenspiele
  • Entwickler von Simulationssoftware beispielsweise für Fahrzeugführer, Katastrophenhelfer, Piloten oder Chirurgen
  • Softwareverlage
  • kleinere Agenturen und Unternehmen, die sich auf die Spielentwicklung spezialisiert haben
  • Entwickler von Brett- und Gesellschaftsspielen

Um gute Ergebnisse zu erzielen, benötigen Game Designer viel Fantasie, künstlerische Begabung, Kreativität, Geduld, technisches Verständnis, Liebe zum Detail sowie ein gutes Gespür für die Zielgruppe. Da die Gaming Branche sehr kommerziell geprägt ist, erwarten die Auftraggeber ein Höchstmaß an Engagement und Durchhaltevermögen.

Ausblick: künstliche Intelligenz

Zahlreiche Game Designer arbeiten heute bereits an interaktiven neuronalen Netzwerken, die Sprachen erkennen, Spielstile analysieren, Algorithmen erlernen und damit Charaktere sowie Spielinhalte nach den Bedürfnissen oder der „Tagesform“ des Spielnutzers ausrichten. Mit diesen sich stetig weiter entwickelnden Möglichkeiten eröffnen sich Spieleentwicklern eine Vielzahl an zukunftsträchtigen Tätigkeitsfeldern.

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