Definition Was ist ein Framework?

Autor / Redakteur: zeroshope / Heidi Schuster

Der Ausdruck Framework beschreibt in der Softwareentwicklung ein Gerüst, das die Arbeit erleichtert, da es über einen permanenten Teil verfügt, der die Struktur vorgibt. Dieser Umstand bietet zudem gleich eine ganze Reihe von weiteren Vorteilen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

„Framework“ ist die englische Vokabel für die deutschen Wörter „Rahmen“, „Gerüst“ und „Gestell“. Im IT-Bereich taucht der Begriff vor allem in der Softwareentwicklung auf. Hier passen die beiden letzten Übersetzungen besonders gut. Das Framework ist also das Gerüst, das der künftigen Anwendung ihre Struktur gibt. Bildlich gesprochen sind es die tragenden Wände eines Hauses, die deshalb zuerst gebaut werden müssen. Ein Framework enthält die Vorlagen, Schnittstellen und Standardmodule, mit denen die Entwickler arbeiten können.

Funktionsweise eines Frameworks

Ein Framework besitzt einen feststehenden sowie einen variablen Teil. Im ersten Fall handelt es sich beispielsweise um die Auswahl der Module und Bibliotheken, mit denen gearbeitet werden kann. Welche genau eingesetzt werden, liegt allerdings im Ermessen der Entwickler. Vereinfacht gesagt stellt der feststehende Teil alle denkbaren Grundfunktionalitäten zur Verfügung. Über den variablen Teil werden die Feinheiten ergänzt.

Bekannte Frameworks, die so funktionieren, sind:

  • Django
  • Bootstrap
  • Zend
  • .NET
  • Symfony
  • FOX

Die Vorteile von Frameworks

Frameworks haben vor allem die Aufgabe, die Entwicklung zu erleichtern, indem sie das Gerüst der Software bereits zur Verfügung stellen. Daneben gestatten sie aber auch Standardisierungen, was für künftige Entwicklungen von Vorteil ist. Schließlich ist so schon die Basis für neue Apps gelegt, die mit der bisherigen Software kompatibel sein sollen.

Frameworks sind zudem in der Regel skalier- und wartbar. Die Sicherheit ist überdies größer als bei kompletten Neuentwicklungen. Viele Frameworks lassen sich außerdem leicht erweitern und arbeiten plattformübergreifend. Sie sind also Toolkits für Linux, Windows sowie Mac OS und/oder die mobilen Betriebssysteme iOS und Android. Überdies gibt es ebenfalls Framework für die Webentwicklung. Sie können dabei für Frontend und Backend der jeweiligen Webseite getrennt aufgesetzt werden.

Nachteile von Frameworks

Die Arbeit mit Frameworks hat aber auch Schattenseiten:

  • Komplexität des Aufbaus: Sie verlangen eine intensive Einarbeitungszeit.
  • Es sind in der Regel Funktionen vorhanden, die nicht für das aktuelle Projekt benötigt werden.
  • Es sind umfangreiche Erfahrungen notwendig, um das richtige Framework für das eigene Projekt auszuwählen.

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