Definition Was ist ein Fast Learner?

Autor / Redakteur: zeroshope / Sarah Böttcher

Fast Learner sind Personen oder auch Künstliche Intelligenzen, die neue Dinge schnell lernen. Möglich wird dies durch ein spezielles System der Aneignung und Sicherung bislang unbekannter Informationen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

„Fast Learner“ sind die beiden englischen Vokabeln für „schneller (Er-)Lerner“. Geht es um Personen, ist im angelsächsischen Sprachraum deshalb auch gelegentlich von einem „Quick Learner“ die Rede. Es gibt ein allgemeines Sprachverständnis für diesen Begriff: Es handelt sich um Personen, die schnell und zügiger als andere Menschen neue Informationen und/oder Prozeduren erlernen können. Wissenschaftlich ist es anders: Hier sind Fast Learner die Personen, die durch bestimmte Systeme schnell lernen können. Spannend ist dabei, dass auch Künstliche Intelligenz (KI) diesen Ansatz nutzen kann.

Fast Learner: Grundzüge des Systems

Grundsätzlich arbeiten Fast Learner nach dem folgenden System:

  • 1. Verbindung mit bestehenden Informationen,
  • 2. Verknüpfung mit Metaphern,
  • 3. Sicherung,
  • 4. Verfeinerung der Recherchemöglichkeiten,
  • 5. Vertiefung,
  • 6. erneute Sicherung.

Wenn wir neue Informationen, Abläufe oder Regeln lernen, bauen wir zwangsläufig auf bestehenden Informationen auf. Wir vergleichen beispielsweise unbekannte Prozeduren mit Vorgängen, die wir schon kennen. Um den Unterschied deutlich zu machen, verknüpfen Fast Learner die neuen Dinge jedoch mit Metaphern. Sie erklären sich selbst bildlich, worauf es ankommt. Sie legen so im Gehirn faktisch einen neuen Datensatz an.

Um diesen nicht zu verlieren, ist eine Sicherung möglich. Dies gelingt durch eine regelmäßige Wiederholung, das eigenständige Unterrichten des Neuen oder durch graphisches Aufarbeiten, beispielsweise durch Skizzen oder Notizen. In der Fachsprache heißt dies, dass eine Person ein „Slow Forgetter“ („langsamer Vergesser“) wird.

Anschließend bauen Fast Learner auf dem Erlernten auf, indem sie sich merken, wie sie schnell die besten Informationen erhalten. Sie verfeinern also ihre Recherchemöglichkeiten. Sie vertiefen anschließend ihr Wissen durch Lektüre oder Expertengespräche und sichern es erneut.

Fast Learner im Bereich der Künstlichen Intelligenz

Fast Learner benötigen einige Qualitäten, um mit dem System erfolgreich zu sein:

  • Organisationstalent,
  • guter Zuhörer sein,
  • Planungsfähigkeit,
  • Recherchetalent,
  • Kommunikationsfähigkeit.

Teilweise lassen sich diese Konzepte in den Bereich der Künstlichen Intelligenz übertragen. Machine Learning ist beispielsweise nichts anderes als eine Maschine, die gut zuhören und beobachten kann. Sie plant und organisiert aufbauend auf diesen Erkenntnissen. Intelligente Systeme strukturieren (sprich: organisieren) Daten weitgehend eigenständig und können kommunizieren, welche Informationen fehlen, um neue Prozesse durchführen zu können.

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