Definition Was ist ein Concurrent User Modell?

Von zeroshope

Concurrent User Modell ist die Bezeichnung für eine besondere Form der Lizenzierung. Dabei ist die maximale Zahl der Nutzer festgelegt, die zeitgleich eine bestimmte Anwendung nutzen darf. Das System hat Vor- und Nachteile.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Concurrent User Modell bedeutet übersetzt „Modell der gegenwärtigen Nutzer“. Dies drückt bereits wesentlich aus, worum es sich handelt: Es geht um eine Lizenz für eine Anwendung, bei der festgelegt ist, wie viele Nutzer maximal zeitgleich auf diese zugreifen dürfen.

Als Beispiel: Beträgt die Zahl fünf, so sind entsprechend viele Anwender, die parallel eine Software nutzen können. Fünf ist dabei aber nicht das Maximum aller User. Es kann eine sechste, siebte, etc. Person geben, die ebenfalls die Software nutzen darf. Diese zusätzlichen Anwender können aber nicht zeitgleich zugreifen, wenn die ersten fünf Nutzer bereits mit der Anwendung arbeiten.

Concurrent User Modell ist das Pendant zur Named User-Variante

Das Concurrent User Modell ist das Pendant zur Named User-Variante. Bei dieser können nur Personen mit gültigen Nutzungsdaten zugreifen. Dafür ist die Zahl derjenigen unbegrenzt, die parallel eine Anwendung nutzen möchten. Beide Varianten haben im Vergleich unterschiedliche Vor- und Nachteile. Diese seien beispielhaft am Concurrent User Modell gezeigt.

Vorteile des Concurrent User Modells:

  • geeignet für Schichtarbeit z.B. im Kundendienst
  • persönliche Zugangsdaten für die Software sind nicht notwendig
  • ideale Variante für Softwarelösungen, die nur ein kleiner Kreis von Experten nutzt (beispielsweise Administratoren)
  • lässt sich bei Bedarf in der Regel in Named User Modell umschreiben

Nachteile des Concurrent User Modells:

  • keine klare Zuordnung von Zugriffen zu Namen
  • Anwendungen mit sicherheitsrelevanten Daten werden besser durch persönliche Zugangsdaten geschützt
  • wachsende Unternehmen stoßen schnell an die Grenze der maximalen Zugriffszahl
  • keine Rollenverteilung möglich (wie es beim Named User Modell geht)

Ein weiterer Vorzug des Concurrent User Modells: Nutzer müssen nicht notgedrungen Menschen sein

Insbesondere im Bereich der Abonnements hat sich das Concurrent User Modell weitgehend durchgesetzt. Dieses bietet den entscheidenden Vorteil, dass die Nutzer nicht notgedrungen Menschen sein müssen, sondern auch Geräte sein können. Streamingdienste legen beispielsweise fest, wie viele Computer, Handys, usw. zeitgleich auf das eigene Angebot zugreifen können. Damit wird der Realität Rechenschaft getragen, dass beispielsweise in Familien nur eine Person ein Abonnement abschließt, aber mehrere Personen unterschiedliche Programme schauen möchten. Um dies nicht ausufern zu lassen, wird eine maximale Gerätezahl festgelegt, die parallel zugreifen darf.

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