Definition Was ist ein Breitband-Internetzugang?

Autor / Redakteur: Christian Schreiber / Ira Zahorsky

Ob im Büro oder für private Zwecke – ohne Breitbandanschluss ist ein ungestörter Zugang zum Internet heute kaum mehr denkbar. Unzählige Office-Anwendungen verlangen ebenso nach hohem Datentempo wie Filme und Musik.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Schon seit rund 20 Jahren besteht in der Bundesrepublik Deutschland sowohl für gewerbliche Nutzer als auch für Privathaushalte die Möglichkeit, auf schnelles Internet via Breitbandanschluss zuzugreifen. Datenraten ab 16 Mbit/s machen es hier möglich, dass nicht nur einfache Webseiten blitzschnell geöffnet werden können, sondern dass sich auch hochauflösende Videos störungsfrei wiedergeben und speicherintensive Grafiken zügig aufrufen lassen. Je nach zur Verfügung stehender Breitband-Technik und gewähltem Vertrag sind dabei sowohl der Down- als auch der Upload mit hohen Übertragungsraten möglich.

Grundvoraussetzung: Das Breitbandkabel

Damit ein Breitbandanschluss zur Verfügung gestellt werden kann, muss am betreffenden Ort ein Breitbandkabel vorhanden sein. Diese Voraussetzung ist heute in praktisch allen größeren Städten flächendeckend gegeben. Auch in ländlichen Regionen und an abgelegenen Winkeln sowie auf den Nord- und Ostseeinseln ist ein Breitband-Internetzugang längst kein Problem mehr. Hier können häufig zumindest Datenraten von 16 Mbit/s erreicht werden. Darüber hinaus bestehen für die geschäftliche und behördliche Nutzung nicht selten zusätzliche Angebote. Über den so genannten Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) lässt sich der aktuelle Ausbauzustand leicht ermitteln und feststellen, ob an einer bestimmten Örtlichkeit die Möglichkeit für schnelles Internet besteht.

Variante: Breitband über LTE

Während die klassischen Breitbandanschlüsse entweder über DSL/VDSL, über Glasfaser oder Kabel versorgt werden, besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit des Rückgriffs auf LTE-Technologien. Da hierbei der Zugang zum Internet über eine Funkstrecke aufgebaut wird, lassen sich so mobile Empfänger nutzen und ungünstig gelegene Örtlichkeiten erreichen. Mittels so genannter Hybridrouter wird es ermöglicht, dass stationäre Internetverbindungen mit hohem Tempo aufgebaut werden können. Realisierbar sind hier aktuell meist Datengeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s.

Prüfen, welches Angebot am sinnvollsten ist

Wer einen neuen Breitbandanschluss beauftragen möchte, sollte vorab prüfen, welches Angebot für die gewünschten Zwecke am sinnvollsten ist. Während Privathaushalte in aller Regel mit einem herkömmlichen DSL-Vertrag mit einer Datenübertragungsrate von 50 Mbit/s zufrieden sein dürften, werden für Unternehmen mit mehreren Rechnern im Netz oder mit einem umfangreichen Informationsaustausch meist Verträge mit einem Tempo von wenigstens 250 Mbit/s sinnvoll sein. Wichtig für die störungsfreie Nutzung eines Breitbandanschlusses ist allerdings immer auch die passende Technik jenseits der Zuleitung, also in den Räumen des Anwenders. Ein moderner Router, CAT 7-Datenkabel und leistungsstarke Repeater sind hier sehr hilfreich, um das Datentempo auch innerhalb des Hauses hoch zu halten.

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