Definition Was ist eHealth?

Autor / Redakteur: Pandora Bells / Ann-Marie Struck

EHealth (Electronic-Health) dient als Oberbegriff für die Gesamtheit der elektronisch unterstützten Aktivitäten zur medizinischen Versorgung von Patienten und ist Ausdruck für die Digitalisierung in der Medizin.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Unter eHealth (Electronic-Health) werden alle digitale Technologien und Medien im Gesundheitsbereich, die zur medizinischen Versorgung von Patienten dienen, verstanden. Außerdem ist es Ausdruck für die Digitalisierung in der Medizin.

Die Bezeichnung eHealth ist nicht neu

Der Begriff existiert bereits seit den 90er-Jahren. Er wurde erstmals im Wissenschaftsmagazin „Healthcare PR News and Marketing“ im Jahre 1997 erwähnt und später von Marketingexperten als Modewort eingeführt. Doch schon in den 1970er-Jahren wurde versucht, die Anamnese von Patienten computergestützt zu erheben. Schließlich hat eHealth als Schlüsseltechnologie im Gesundheitswesen heute Fuß gefasst.

Allumfassender Begriff

Zum Begriff eHealth zählen nicht nur ein computerbasiertes Wissens- und Krankheitsmanagement und eine digitale Patientenakte, auch die verschiedensten Dienste der Telemedizin sowie die persönliche Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsportale (Consumer Health Informatics) gehören dazu. Ebenso sind die Vorrichtungen zur Selbstversorgung des Patienten und Online-Apotheken eingebunden.

Formen von eHealth-Anwendungen

  • Kommunikation: Hiermit sind Anwendungen zur Erleichterung des Informationsaustausches gemeint, ohne dass die Kommunikationspartner direkt oder zeitnah reagieren müssen.
  • Information: Hierzu gehört die Bereitstellung von Informationen für Patienten und Ärzte über speziell dafür vorgesehene Informationsportale, zum Beispiel über das Krankenhaus-Informationssystem oder Patienten-Informationssystem.
  • Transaktion: Zum Bereich der Transaktion gehören alle Anwendungen, die den Austausch von Daten zwischen verschiedenen Beteiligten erlauben, die es aber auch gleichzeitig möglich machen, alle erbrachten medizinischen Leistungen elektronisch abzuwickeln und sogleich abzubilden. Hierzu wird zum Beispiel die elektronische Gesundheitsakte (eGK) eingesetzt.
  • Integration: Zum Integrations-Bereich gehören alle diejenigen Anwendungen, die lebenslange Aufzeichnungen sämtlicher Daten eines Patienten beinhalten. Hierzu zählt zum Beispiel die elektronische Patientenakte.
  • Interaktion: Unter Interaktion werden alle Anwendungen im Bereich eHealth zusammengefasst, die es ermöglichen, dass die Kommunikationspartner direkt miteinander kommunizieren.

Das Ziel von eHealth

In Deutschland hat eHealth besonders die Vernetzung sämtlicher Personen und Institutionen im Gesundheitswesen auf der Grundlage einer verlässlichen und sicheren Plattform, der sogenannten Telematikinfrastruktur, zum Ziel. Dabei sollen alle Systeme der Krankenhäuser, der ambulanten Arztpraxen, Krankenkassen, Apotheker und anderen Akteure im Gesundheitsbereich miteinander verknüpft werden.

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