Definition Was ist Docker?

Autor / Redakteur: zeroshope / Heidi Schuster

Docker ist eine Software, die der Container-Virtualisierung von Anwendungen dient. Diese können dann isoliert und deshalb effizient betrieben werden. Obwohl Docker für Linux entwickelt wurde, läuft die Software inzwischen auch unter Windows & Mac OS.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Docker ist im IT-Bereich ein mehrfach genutzter Name. Das bekannteste Beispiel ist dabei die Software mit dieser Bezeichnung. Docker ermöglicht die Container-Virtualisierung von Anwendungen praktisch jeder Art. Ziel ist es, Apps besonders effizient und einfach in komplexen Infrastrukturen zu nutzen. Ursprünglich wurde die Software für Linux entwickelt. Inzwischen funktioniert sie aber ebenfalls unter Windows sowie Mac OS. Möglich machen dies Tools wie Hyper-V oder auch Virtualbox. Docker ist deshalb in vielen Server-Centern und Unternehmen Standard geworden, um Apps auszuspielen.

So funktioniert Docker

Ein Container ist vereinfacht gesagt eine im Betriebssystem isoliert abgelegte Box. Sie verfügt lediglich über eine Schnittstelle zum OS und zur Hardware. Die Box enthält ein Image. Ein solches "Abbild" ist die inhaltliche Kopie einer Anwendung, die funktionsfähig ist. Docker gestattet es, aus einer App mit all ihrer Abhängigkeiten ein Image zu erstellen und diese als Container zu packen. Eine spezielle Engine in der Software gestattet es dem jeweiligen Nutzer, mit der Applikation zu arbeiten.

Die Vorteile von Docker

Die Software bietet einige spezifische Vorzüge, weshalb sie ausgesprochen populär ist:

  • Aus einem Image lassen sich beliebig viele Container erstellen und zeitgleich einsetzen. Skalierbare Clound-Dienste lassen sich auf diese Weise zum Beispiel umsetzen.
  • So gut wie alle Anwendungsarten werden unterstützt. Die Container eignen sich deshalb auch, um Software as a Service (SaaS)-Lösungen auszuspielen.
  • Im Vergleich mit virtuellen Maschinen verbrauchen die Container deutlich weniger Speicherplatz und sonstige Ressourcen.
  • Die Container können bei Bedarf externe Bibliotheken nutzen.
  • Für die Entwicklung bietet die Software die Möglichkeit, dass alle beteiligten Personen einen isolierten Teil des Projekts erstellen.

Nachteile von Docker

Die Software hat allerdings auch mit Schattenseiten zu kämpfen. Einrichtung und Verwaltung sind relativ kompliziert. Da die Container den Kernel des Betriebssystems nutzen, kann es zu Sicherheitsproblemen kommen. In Unternehmen sind die Erwartungen zudem oft zu hoch. Auch die Container können beispielsweise nicht bestehende Schwierigkeit einer bestehenden IT-Infrastruktur komplett kompensieren.

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