Definition Was ist DisplayPort?

Von Blue Floyd

DisplayPort ist ein standardisierter Anschluss, über den sich Bildsignale an ein Anzeigegerät übertragen lassen. So erlaubt er die problemlose Weiterleitung von Daten von einer Grafikkarte an einen PC-Monitor.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

DisplayPort existiert als Standard seit 2006 und wurde von der Video Electronics Standards Association (VESA) ins Leben gerufen. Er ist genormt, universell und, anders als HDMI, lizenzfrei. Die größte Verbreitung genießt DisplayPort als Ausgang an Grafikkarten und Eingang an Desktop-Monitoren. Auch an Notebooks ist der Anschluss gelegentlich zu finden.

Der ursprüngliche Grund für die Entwicklung von DisplayPort war der Übergang von analogen Techniken (wie VGA) zu digitalen Techniken. Der Anschluss ist platzsparender als etwa HDMI, was auf mobilen Geräten wie Laptops eine wichtige Rolle spielt. Durch seine Form kann der Stecker nur in einer Richtung an einen entsprechenden Anschluss gesteckt werden.

Video und Audio

Neben Grafik- und Videodaten können ebenso wie bei HDMI auch Audiosignale übertragen werden. In der Praxis kommt dies jedoch selten vor. Weiterhin ist die Übertragung von USB-Daten möglich. Via Adapter können HDMI-Schnittstellen mit DisplayPort kommunizieren.

Durch Display Stream Compression kann DisplayPort den Datenstream in Echtzeit komprimieren. Dies ermöglicht selbst älteren Standards die Übertragung von Ultra-HD-Signalen bei bis zu 240 Hz. Einen Unterschied sollen Menschen nicht ausfindig machen können.

Mini DisplayPort

Apple entwickelte im Jahr 2008 ein physisch etwas kompaktere Version namens Mini DisplayPort und stellte diese Technologie schließlich lizenzfrei zur Verfügung. Vor allem an Ultrabooks oder 2-in-1-Geräten ist diese Technik zu finden. Technisch bestehen keine Unterschiede zu den größeren Anschlüssen.

DisplayPort existiert in zahlreichen Untervarianten, die jeweils eigene Fähigkeiten mitbringen. Hauptsächlich steigt im Laufe der Zeit die Übertragungsgeschwindigkeit:

  • DP 1.0 bis 1.1a ist auf maximal 10,8 Gbit / s begrenzt. Audiodaten konnte dieser Standard mit bis zu 192 kHz Samplingrate übertragen.
  • DP 1.2 bis 1.2a aus dem Jahr 2012 verdoppelte die Bandbreite auf 21,6 Gbit / s. Für Audiodaten standen nun 768 kHz zur Verfügung.
  • DP 1.3 von 2014 erhöhte die Bandbreite um 50 Prozent auf 32,4 Gbit / s. An den Audiosignalen änderte sich nichts.
  • DP 2.0 ist die aktuelle Spezifizierung. Sie erlaubt bis zu 80 Gbit / s und 1.536 kHz Samplingrate. Die hohe Datenrate erlaubt beispielsweise den Betrieb eines 60-Hz-Displays bei einer Auflösung von bis zu 10.240 x 4.320 Pixeln.

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