Definition Was ist Disaster Recovery as a Service?

Von SiLip

Disaster Recovery as a Service, kurz DRaaS, ist ein Servicemodell, bei dem Unternehmen ihre IT-Infrastruktur und ihre Daten in der Cloud eines Drittanbieters sichern und bei einem Verlust schnell wieder herstellen können.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Beim Disaster Recovery as a Service (DRaaS) stellt ein Anbieter virtuelle IT-Umgebungen, virtuelle Server, Cloud-Speicher und Backup-Leistungen als kostenpflichtige Serviceleistungen zur Verfügung. Unternehmen können sich damit den finanziellen Aufwand für ein Ausweichrechenzentrum sparen, sind aber dennoch in der Lage, nach einem Zwischenfall schnell wieder auf ihre IT-Infrastruktur und ihre Daten zuzugreifen. Besonders attraktiv ist diese Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen, in denen sowohl die monetären als auch die personellen Ressourcen für ein internes Disaster-Recovery-Management fehlen.

Funktionsweise von Disaster Recovery as a Service

DRaaS erzeugt in der Cloud des Anbieters eine Spiegelung der vollständigen IT-Infrastruktur eines Unternehmens im Fail-Safe-Modus, inklusive aller Computing-, Networking- und Storage-Funktionen. Bei einem Notfall oder einer Störung kann die betroffene Firma weiterhin sämtliche Anwendungen nutzen. Allerdings werden diese nicht mehr auf den physischen Servern ausgeführt, sondern in der Cloud-Umgebung des Serviceanbieters. Zwar kann es dadurch zu einer höheren Latenz kommen, jedoch ist das immer noch besser, als wenn das Unternehmen über längere Zeit vollständig handlungsunfähig wäre.

Nach der Wiederherstellung oder dem Austausch der physischen Server werden die Prozesse und Daten wieder auf diese migriert und der Betrieb läuft ganz normal weiter.

Arten von Disaster Recovery as a Service

Für Disaster Recovery as a Service gibt es drei Hauptmodelle: Managed, Assisted oder Selfservice DRaaS.

Beim Managed DRaaS obliegt dem Anbieter die gesamte Disaster Recovery. Unternehmen, die sich für diese Variante entscheiden, müssen in engem Kontakt mit dem Dienstleister stehen, um im Fall von Änderungen an ihrer Infrastruktur, ihren Anwendungen und ihren Services jederzeit auf dem aktuellen Stand zu sein. Ideal ist diese Option für Kunden, denen die Zeit oder die Kenntnisse für das Management ihrer Disaster Recovery fehlen.

Assisted DRaaS ist die bessere Alternative, wenn Unternehmen die Verantwortung für ihre Disaster Recovery teilweise selbst übernehmen wollen oder spezifische Anwendungen nutzen, die sich für den Dienstleister als Herausforderung erweisen könnten. Bei diesem Modell profitiert der Kunde von den Kenntnissen des Serviceanbieters, ist jedoch weitgehend oder vollständig für die Umsetzung des Disaster-Recovery-Plans zuständig.

Am kostengünstigsten ist das Selfservice-Modell, das sich am besten für Disaster-Recovery Experten eignet. Bei diesem liegt die Verantwortung für die Planung, das Testen und das Management der Disaster Recovery vollständig beim Kunden. Dieser hostet außerdem eigenständig sein Infrastruktur-Backup auf virtuellen Servern an einem Remote-Standort.

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