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Definition Was ist DirectX?

Autor / Redakteur: Laimingas / Heidemarie Schuster

DirectX wurde für Multimedia-Anwendungen, vor allem Computer-Spiele, geschaffen, die auf der Windows-Plattform laufen und auch bei der Konsole Xbox von Microsoft zum Einsatz kommen. Es unterstützt aber auch Audio und Eingabegeräte wie einen Joystick.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Sowohl Grafikkarten als auch Computer-Spiele werden von zahlreichen Herstellern entwickelt und auf den Markt gebracht. Damit die Spiele ohne Probleme auf verschiedenen Hardware-Konfigurationen laufen können, bedarf es einer Software, die als Vermittler zwischen dem Spiel, der Hardware und dem Betriebssystem auftritt.

DirectX wird heutzutage von sämtlichen Grafikkarten unterstützt. Ein Spielehersteller muss also lediglich die Schnittstelle während der Programmierung integrieren. Dadurch entfällt eine sonst notwendige Anpassung des Spiels an jede einzelne Grafikkarte. Gleiches gilt für die Maus, einen Joystick sowie Sound- und Netzwerkkarte, die auch alle von DirectX unterstützt werden.

Aufbau

DirectX besteht aus vier Komponenten:

  • 1. DirectX Graphics: Diese am häufigsten genutzte Komponente ermöglicht den direkten und schnellen Zugriff auf fie Grafikkarte.
  • 2. DirectSetup: Mit dieser Funktion können Programmierer die Installationsroutine ihres Spiels automatisch prüfen lassen, ob die notwendige Version bereits der Schnittstelle installiert ist oder nachinstalliert werden muss.
  • 3. Xaudio: Dieser Teil dient der Tonausgabe auf allen Geräten.
  • 4. Xinput: Xinput ist ein Standard für Eingabegeräte seit der Windows-Version XP und für die Xbox 360. Manche Input-Geräte – ältere Joysticks und Joypads – werden von diesem Standard ignoriert und müssen über andere Software simuliert werden.

Entwicklung von DirectX

Die Schnittstelle wurde von Microsoft unter der Bezeichnung DirectX 1.0 zum ersten Mal im September 1995 veröffentlicht. Die aktuelle Version Stand 2020 hat die Nummer 12.

Die Versionen wurden im Laufe der Zeit so verändert, dass sie auch die Leistungen von Spielen und anderen Video-Anwendungen optimiert. Dies kann dazu führen, dass neuere Spiele nicht mehr funktionieren, wenn die verbaute Grafikkarte nur eine ältere Version unterstützt.

Es gibt Varianten von DirectX für andere Betriebssysteme wie Linux und MacOS, sowie Alternativen wie OpenAL, OpenGL, Open CL und OpenML, die jedoch nicht alle Features des Originals beinhalten.

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