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Was ist die Bottom-up-Kommunikation?

| Autor / Redakteur: script / Heidemarie Schuster

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Bedeutung der internen Kommunikation in Unternehmen wächst. Das Engagement der Mitarbeiter steigert sich durch einen transparenten Führungsstil. Mit der Bottom-Up-Kommunikation, dem offenen Austausch zwischen Mitarbeitern und Führungskräften, nützen Firmen entscheidende Ressourcen.

Mit der Bottom-Up-Kommunikation profitieren Unternehmen von den Ideen und der Kreativität ihrer Mitarbeiter und erreichen überdies eine exzellente Mitarbeiterbindung.

Zeitgemäße Strukturen – die Bottom-Up-Kommunikation bringt Unternehmen nach vorn

Klare Top-Down-Kommunikation mit hierarchischem Anspruch ist in bestimmten Situationen wichtig. Ihre Rolle wird jedoch in vielen Betrieben immer kleiner. Bei Veränderungsprozessen ist sie im modernen Management nicht mehr zeitgemäß. Führt eine zuverlässige Informationsschiene von den Mitarbeitern zur Leitung, ziehen Unternehmen nachhaltig Gewinn aus der Expertise der Belegschaft. Die Bottom-Up-Kommunikation ermöglicht einen lösungsorientierten Austausch zwischen den Mitarbeitern und der Führungsebene.

Mit der Kommunikation von unten nach oben entwickelt sich Mitarbeiterzufriedenheit

Wenn die Bedürfnisse und Anregungen der Mitarbeiter berücksichtigt werden, nimmt ihre Motivation zu. Sie identifizieren sich stärker mit ihrem Unternehmen und seinen Zielen, gestalten mit und bringen ihre wertvolle Erfahrung ein. Das Risiko für Führungskräfte, Fehlentscheidungen zu treffen, wird kleiner. Viele Unternehmen steigern ihre Potenziale, indem sie ihren Mitarbeitern zunehmend Gestaltungsmöglichkeiten einräumen.

Das Wissen der Mitarbeiter birgt unschätzbares Potenzial

Führungskräfte tun gut daran, offen für die Anregungen und Anliegen ihrer Mitarbeiter zu sein und regelmäßig nach Verbesserungsmöglichkeiten zu fragen. Den Mitarbeitern ist ihr Unternehmen bekannt und vertraut. Sie kennen sich aus im System und sind erfahren mit den Arbeitsabläufen und den Schwachstellen. Oft geht es darum, an entscheidenden Stellen gezielt etwas zu verändern. Über die wirksamsten Stellschrauben wissen erfahrene Mitarbeiter in ihren Abteilungen Bescheid. Sie können aufgrund ihrer Erfahrung einschätzen, welche Arbeitsabläufe und Abstimmungsprozesse an welchen Stellen optimierbar sind.

Die wichtige Vernetzung zwischen Abteilungen lässt sich mit Mitarbeitern bestens vorantreiben, denen die Unternehmenskultur vertraut ist. Firmen können ihre Entwicklung mithilfe der Bottom-Up-Kommunikation positiv beeinflussen.

Das kollektive Wissen der Belegschaft für Wachstum nützen

Unternehmensentscheidungen stehen auf stabiler Basis, wenn sie aufgrund von Überlegungen und Vorschlägen vieler Menschen zustande kommen. Die Idee von der "Intelligenz der Masse" beinhaltet, dass gemeinschaftliches Überlegen, Kommentieren und Modifizieren das Risiko von Fehlentscheidungen deutlich senkt. Wenn Unternehmen eine Kommunikationskultur entwickeln, die Mitarbeiter dazu bringt, dass sie Vorschläge einbringen, machen sie sich die Expertise der Belegschaft nutzbar. Dadurch lassen sich bessere und schnellere Entscheidungen treffen und es entsteht eine solide Wissensbasis für Projekte.

Eine wertschätzende Firmenkultur ist die Voraussetzung für das Gelingen von interner Kommunikation

Die Atmosphäre im Unternehmen wirkt sich auf die Offenheit der Mitarbeiter aus. Eine transparente und offene Fehlerkultur ist die Voraussetzung dafür, dass Bottom-Up-Kommunikation Erfolg hat. Kein Mitarbeiter sollte befürchten müssen, dass sein Vorschlag als abwegig abgestempelt und er deswegen belächelt wird. Ideen, die im ersten Moment nicht praktikabel erscheinen, sind oft auf den zweiten Blick zukunftsträchtig oder können gemeinsam weiterentwickelt werden. Mitarbeiter bringen ihre Ideen erst dann offen und kreativ ein, wenn sie sich der Wertschätzung sicher sein können.

Freiräume sind gefragt, wenn es um die Entwicklung neuer Konzepte geht. Kontrolle und enge hierarchische Strukturen wirken einer Vernetzung entgegen. Sie engen ein und bremsen Entwicklungen aus. Mitarbeiter wie Führungskräfte profitieren von offenen Gesprächen, Feedbackrunden und Brainstorming. Damit kann evaluiert werden, wie gut Maßnahmen funktionieren. Am besten geschieht das in einer positiven und sachlichen Atmosphäre und in einem konstruktiven Kontext.

Mitarbeiterbindung bedeutet Wertschöpfung

Wenn Firmen ihren Beschäftigten die Möglichkeit eröffnen, sich per Bottom-Up-Kommunikation an der Weiterentwicklung der Organisation zu beteiligen und die Strukturen mitzugestalten, bedeutet das einen Gewinn auf verschiedenen Ebenen. Erfahrene Mitarbeiter stellen durch ihre Fachkompetenz und durch ihre Nähe zur Firmenkultur einen bedeutenden Wert für das Unternehmen dar. Sie bei der Stange zu halten lohnt sich. Mit transparenter Bottom-Up-Kommunikation fühlen sich Mitarbeiter mit ihrer Expertise wahrgenommen und wertgeschätzt.

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