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Definition Was ist der ICT Channel?

Autor / Redakteur: MIR / Sylvia Lösel

Der Begriff ICT ist die Kurzform von information and communications technology. Alternativ wird auch von der Informations- und Kommunikationstechnik (kurz: ITK) gesprochen. Der indirekte Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen läuft über ICT Channels.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Grundsätzlich umfasst der Begriff ICT bzw. Informations- und Kommunikationstechnik sämtliche technische Medien und Quellen, die für die Weiterverarbeitung, Verbreitung und Handhabung von Informationen respektive Daten sowie zur nachhaltigen Unterstützung der Kommunikation zum Einsatz kommen. Im IT-Business zählen hierzu vorzugsweise Soft- und Hardware für Netzwerke und Computer, Smartphones und Tablets, aber auch Satellitensysteme, Fernsehen oder Radio. Zudem steht der Begriff Informations- und Kommunikationstechnik für die unterschiedlichen Anwendungen und Dienstleistungen, die mit den genannten Medienkanälen verbunden sind.

Die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik

Der Zugang zu ICT-Technologien hat sich weltweit in den vergangenen Jahrzehnten stark verbessert. So stieg zum Beispiel die Zahl der Festnetzanschlüsse in den Jahren 1990 bis 2006 von rund 520 Millionen auf insgesamt 1,26 Milliarden. Danach ging die Anzahl der Festanschlüsse zwar wieder auf knapp 1,1 Milliarden zurück.

Dies liegt aber hauptsächlich an den Entwicklungen im Mobilfunkbereich: Aus anfangs 11 Millionen Mobilfunkverträgen wurden bis 2002 bereits 1,2 Milliarden Verträge. 2007 zählten die Anbieter dann bereits 3,4 Milliarden Vertragskunden. Im Jahr 2015 wurde laut der International Telecommunication Union (ITU) erstmals die Grenze von sieben Milliarden Mobilfunkverträgen geknackt.

Channel - die indirekten Vertriebswege und -partner im Fokus

Die Vertriebskanäle sind im IT-Business vielseitig und vielfältig angelegt. Dabei spielt der Begriff Channel eine wesentliche Rolle. Als Channel werden die indirekten Vertriebswege bzw. -partner bezeichnet. Auch für die Gesamtheit der Reseller und Distributoren im ITK-Markt wird der Begriff Channel verwendet. Zu einem solchen Channel zählen im IT-Business Händlertypen wie Computerhändler mit stationärem Ladenlokal, Systemhäuser, Online-Händler (Etailer), Handelsketten mit Flächenmärkten (Retailer) sowie Discounter. Dabei sind die Vertriebspartner nicht ausschließlich auf den reinen Produktverkauf fokussiert.

Nicht nur der reine Produktverkauf zählt

Vielmehr erbringen sie oftmals auch Dienstleistungen rundum Beratungen, Wartungen und Implementierungen, die in Art, Umfang und Form je nach Handelsmodell mitunter stark variieren. Die Zusammenarbeit mit den indirekten Vertriebspartnern, die entsprechende Qualifikation (zum Beispiel Zertifizierungen), der jeweilige Status und ihre Vergütung, wird in der Regel in so bezeichneten Partnerprogrammen geregelt.

An Bedeutung als Channel im IT-Business gewonnen haben diesbezüglich auch As-a-Service-Modelle und Hosting-Modelle, wodurch mittlerweile auch Service Provider als indirekte Vertriebs- und Vermarktungspartner interessant geworden sind. Ebenso wie das ein oder andere Fachhandelsmagazin. Zusätzlich kann der indirekte Vertrieb hier zum Beispiel durch Einlassungen, Reportagen oder Werbung in eben einem Themen-affinen Fachhandelsmagazin nachhaltig unterstützt werden.

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