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Definition Was ist der BIC?

| Autor / Redakteur: otontaube / Ira Zahorsky

BIC steht für Business Identifier Code (bis 2010: Bank Identifier Code). Während er für Überweisungen innerhalb der EU inzwischen nicht mehr benötigt wird, muss der BIC bei anderen Auslandsüberweisungen zusätzlich zur IBAN angegeben werden.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Mit dem SWIFT-Code werden Dienstleister des Zahlungsverkehrs auf internationaler Ebene identifiziert. Damit übernimmt er eine ähnliche Funktion wie die früher in Deutschland gebräuchliche BLZ (Bankleitzahl) auf nationaler Ebene. Vergeben werden kann ein BIC ausschließlich von der dafür zuständigen Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT). Es sind deshalb auch Bezeichnungen wie SWIFT-Adresse oder SWIFT-Code üblich.

Für den innerdeutschen und einen Großteil des europäischen Zahlungsverkehrs ist der BIC inzwischen bedeutungslos, da eine eindeutige Identifizierung hier bereits durch den IBAN-Standard gewährleistet ist. Die Grundlage dafür wurde durch Einführung des SEPA-Verfahrens (SEPA = Single Euro Payments Area) gelegt. Für den Zahlungsverkehr innerhalb Deutschlands muss der BIC seit Februar 2014 nicht mehr angegeben werden. Grenzüberschreitende Überweisungen per SEPA sind seit Februar 2016 ohne BIC möglich.

Wie ist der BIC aufgebaut?

Der Aufbau des Codes ist in der ISO 9362 Norm definiert. Insgesamt umfasst der Code 11 Stellen und setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • Bankcode (4-stellig)
  • Ländercode (2-Stellig)
  • Regionalcode (2-stellig)
  • Filialcode (3-stellig)

Oftmals wird eine genaue Bezeichnung der Filiale auch weggelassen und durch „XXX“ ersetzt. Dadurch bleibt die vorgeschriebene Länge von 11 Stellen erhalten.

Wie wird der Code ermittelt?

Um herauszufinden, wie der Code der eigenen Bank lautet, genügt in der Regel ein Blick auf die Bankkarte oder andere Dokumente des Geldinstituts. Anders sieht es aus, wenn die internationale Bankverbindung eines Zahlungsempfängers ermittelt werden muss. Bei der BIC-Suche kann deshalb zum Beispiel die entsprechende Tabelle der Bundesbank oder ein BIC-Rechner im Internet helfen.

Damit die Berechnung des korrekten BIC funktioniert, sind einige Informationen einzuholen und bereitzuhalten. Essentiell ist das Land, in dem sich das zuständige Geldinstitut des Empfängers befindet. Darüber hinaus benötigt man die IBAN, die Auskunft darüber gibt, um welches Empfängerkonto es sich genau handelt. Bei der Eingabe der Daten müssen Tippfehler vermieden werden, um keine falschen Ergebnisse zu erhalten, da ein BIC-Rechner die Korrektheit in der Regel nicht überprüfen kann.

Verwendung des BIC

Für die meisten Überweisungen steht bei uns das SEPA-Verfahren zur Verfügung. Hier genügt die Eingabe der IBAN. Der SWIFT-Code wird anschließend vom System automatisch ermittelt. Soll hingegen eine Überweisung ins Ausland außerhalb des SEPA-Raums getätigt werden, ist der SWIFT-BIC obligatorisch. Dafür steht beim Online-Banking oder auf entsprechenden Vordrucken für Überweisungen ein eigenes Eingabefeld zur Verfügung.

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