Definition Was ist der Amazon Simple Storage Service (S3)?

Autor / Redakteur: MiR / Michael Hase

Mit dem Amazon Simple Storage Service, kurz S3, lassen sich beliebig große Datenmengen verarbeiten. Der Speicherdienst, der von Amazon Web Services (AWS) bereitgestellt wird, hat sich mittlerweile als Industriestandard etabliert.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

S3 ist die Kurzform von Simple Storage Service. Der Begriff steht für einen Objektspeicherservice, der von Amazon Web Services (AWS) bereitgestellt. Er soll Anwendern sowohl Leistung und Skalierbarkeit als auch Datenverfügbarkeit und Sicherheit bieten. Der Cloud Provider richtet sich damit an Kunden aus allen Branchen und jeder Größe.

Beim Amazon Simple Storage Service handelt es sich um einen Filehosting-Dienst, der dafür ausgelegt ist, beliebig große Datenmengen zu speichern. Im klassischen Fall werden Daten in Dateien abgelegt. AWS schlägt mit S3 einen anderen Weg ein. Im Hinblick auf den Dienst wird von Objekten gesprochen, die in sogenannten Buckets gespeichert werden. Der jeweilige Zugriff erfolgt über HTTP beziehungsweise HTTPS. S3 ähnelt dabei von seiner Struktur her Dateien oder Verzeichnissen und hat sich als Standard etabliert. Microsoft, OpenIO oder NetApp haben vergleichbare Schnittstellen entwickelt.

Amazon S3 bietet IT-Teams und Entwicklern einen sicheren und langlebigen Objektspeicher, der sich durch Nutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit auszeichnet. Der Dienst verfügt zudem über eine Webservice-Schnittstelle, die von jedem Web-Speicherort beliebig umfangreiche Datenmengen abrufen beziehungsweise speichern kann. Dabei bezahlt der Kunde lediglich für den Speicherplatz, der tatsächlich genutzt wird. Auch auf Einrichtungsgebühren oder Mindestkosten wird verzichtet.

Die wichtigsten Funktionen

Die regionsübergreifende Replikation steht für eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Datenreplikation über mehrere AWS-Regionen. Die Objekte, die in ein S3-Bucket hochgeladen werden, lassen sich anschließend automatisch in einem Ziel-Bucket replizieren, das vom Anwender ausgewählt wird.

Ebenfalls inbegriffen sind Funktionen zur Verwaltung und Kontrolle der Kosten. Dazu gehört zum Beispiel das so bezeichnete Bucket-Tagging. Dazu werden einem S3-Bucket bestimmte Tags zugewiesen. Dadurch können die jeweiligen Objektdaten kategorisiert und einem Projekt oder einer Kostenstelle zugeordnet werden. Zudem ist die Integration von Amazon Cloud Watch möglich, was den Empfang von Fakturierungen erlaubt.

Der Download und Upload von Daten erfolgen über SSL-verschlüsselte Endpunkte. Zudem verschlüsselt S3 die ruhenden Daten. Zur Verwaltung der Schlüssel können der AWS Key Management Service (KMS) oder der Speicherdienst selbst genutzt werden. Es stehen mehrere Mechanismen zur Verfügung, mit denen sich Zugriffsrechte definieren und überwachen lassen. Im Rahmen der Sicherheits- und Zugriffsverwaltung wird festgelegt, wer zu welchem Zeitpunkt, an welchem Ort und auf welche Weise auf Daten zugreifen kann.

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