Definition Was ist der Amazon Relational Database Service (RDS)?

Autor / Redakteur: Zeroshope / Michael Hase

Beim Relational Database Service handelt es sich um einen Cloud-Dienst von Amazon Web Services (AWS). Er ist dafür gedacht, relationale Datenbanken anzulegen und möglichst einfach zu verwalten. Der Anbieter lockt hierfür mit einigen Automatisierungswerkzeugen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff Amazon Relational Database Service (RDS) beschreibt einen Cloud-Dienst, der von Amazon Web Services (AWS) bereitgestellt wird. Laut der Eigenbeschreibung soll er die Einrichtung und das Management relationaler Datenbanken in der Cloud erleichtern. Das Konzept schließt Skalierung ein: Kapazitäten werden demnach kosteneffizient und anpassbar zur Verfügung gestellt.

Der Dienst hat drei Alleinstellungsmerkmale im Vergleich zu ähnlichen Angeboten: Erstens ist die Zahl der unterstützten Datenbanken hoch. Zweitens lassen sich zahlreiche Vorgänge durch spezielle Werkzeuge automatisieren. Drittens ist die Migration bestehender Datenbanken leicht.

Amazon RDS unterstützt folgende Datenbankentypen:

  • MySQL
  • Oracle Database
  • Microsoft SQL Server
  • Amazon Aurora
  • MariaDB
  • PostgreSQL

Nutzt ein Kunde einen anderen Datenbanktyp, bietet AWS einen Service für den einfachen Umzug an, den Database Migration Service. Dieser Dienst ermöglicht es, die bestehende Datenbank schnell und einfach migrieren zu lassen.

Automatisierung

Neben der Skalierbarkeit ist RDS insbesondere wegen seiner zahlreichen Automatisierungsfunktionen von Vorteil gegenüber konkurrierenden Lösungen. Dazu gehören beispielsweise automatisierte Patches oder Backups. Weitere Vorteile sind die hohe Geschwindigkeit, die Verfügbarkeit und die leichte Verbindung mit anderen Diensten, die RDS bietet. Die Datenspeicherung erfolgt SSD-gestützt. AWS sorgt für eine Hochverfügbarkeit der Datenbanken in unternehmenskritischen Anwendungen. Anbindungen anderer Dienste sind über offene APIs möglich, für die standardisierte Befehle genutzt werden. RDS soll sich wie maßgeschneidert in jede Umgebung einfügen können.

Einzig der Umstand, dass es sich um einen Abo-Dienst handelt, kann als Nachteil ausgelegt werden. Kunden binden sich dauerhaft an AWS und müssen bei der Nutzung von RDS mit monatlichen Fixkosten leben.

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