Definition Was ist Cyberbullying?

Von andi_dd

Unterschiedliche Ausprägungen des Cybermobbings stellen ein wachsendes Problem dar. Täter nutzen das Internet und Dienste von Mobilfunkanbietern, um ihre Opfer öffentlich oder mit privaten Nachrichten unter Druck zu setzen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Das Phänomen Cyberbullying bezeichnet ein Handeln im Internet und über Mobilfunkdienste, unter dem andere Menschen direkt oder indirekt leiden. Dieser Oberbegriff umfasst Taten wie Belästigung, Nötigung, Verleumdung und Identitätsdiebstahl. Cyberbullying ist auch als Cybermobbing und Internetmobbing bekannt. Andere Begriffe wie Cyberstalking beschreiben einen Teilbereich des Cyberbullyings. Typische Tatorte sind soziale Netzwerke, Foren, Chatrooms und Messengerdienste. Belästigungen können alternativ außerhalb des Internets über Kurznachrichten und Mobilfunkanrufe erfolgen. Ein Synonym für Täter ist Bully.

Cyberbullying: Diese Varianten gibt es

Es existieren zahlreiche Unterformen des Cybermobbings. Als Belästigung oder Harassment gelten zum Beispiel unerwünschte Direktnachrichten über soziale Netzwerke oder Instantmessenger. Eine andere Variante ist die öffentliche Verbreitung von Falschbehauptungen oder substanzlosen Gerüchten. In diesem Fall leiden Opfer unter einer Rufschädigung, die im engen sozialen Umfeld zur Distanzierung führen können. Weitere Formen des Cyberbullyings sind:

  • Beschimpfungen und Beleidigungen (Flaming)
  • diskriminierende öffentliche Beiträge
  • öffentliches Bloßstellen mit Nacktbildern und ähnlichem
  • Veröffentlichung sensibler Informationen wie unfreiwilliges Outing der sexuellen Orientierung
  • Identitätsdiebstahl und Missbrauch der gestohlenen Identität für Internetbestellungen etc.
  • unerwünschtes Zusenden von sexuellen Nachrichten und Bildern (Sexting)

Vielfach wenden Täter mehrere Methoden an, sodass Opfer sich mit umfassenden Angriffen konfrontiert sehen.

Unterschiede zwischen klassischem Mobbing und Cybermobbing

Zwischen dem klassischen und digitalen Mobbing finden sich einige Gemeinsamkeiten. Das trifft unter anderem auf die Motive der Täter zu. Sie wollen das Opfer aus diversen Gründen schädigen, beim Stalking zum Beispiel aufgrund zurückgewiesener Liebesavancen. Allerdings gibt es auch beträchtliche Abweichungen. Die wesentlichen Unterschiede sind die unbegrenzten Möglichkeiten beim Cyberbullying und die enorme Reichweite. Die Digitalisierung erlaubt es einem Bully, orts- und zeitunabhängig zu attackieren. Er kann von jedem Ort der Welt und zu jeder Uhrzeit Falschinformationen oder Beleidigungen veröffentlichen. Vor allem in den sozialen Netzwerken und auf Plattformen wie Videoportalen erzielt er potenziell riesige Reichweiten. Darüber hinaus können Täter im Internet anonym agieren. Ihr Handeln ist für sie oft folgenlos, das senkt die Hürden für das Mobbing.

So wehren sich Opfer gegen Cyberbullying

Der Kampf gegen das Cybermobbing ist eine individuelle Herausforderung. Die meist umfassenden Attacken erfordern vielfältige Gegenmaßnahmen. Betroffene können private Nachrichten unterbinden, indem sie den entsprechenden Absender sperren. Seriöse Netzwerke und Portale ermöglichen zudem, öffentliche Beiträge zu melden. Liegen ausreichende Gründe vor, löschen sie Postings und verwarnen oder sperren User. Das Vorgehen der IT-Unternehmen erweist sich häufig als lückenhaft: Sie reagieren zu spät oder werten Meldungen falsch. Auch zivil- und strafrechtlich können Opfer gegen Cyberbullying vorgehen, sie können Unterlassungserklärungen erwirken und Strafanzeigen stellen. Einen separaten Strafrechtstatbestand für Cybermobbing gibt es nicht, für Strafanzeigen kommen unter anderem folgende Straftaten infrage:

  • Beleidigung
  • üble Nachrede
  • Verleumdung
  • Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes
  • Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen

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