Definition Was ist CSRD?

Von andi_dd

Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) will die EU für mehr Transparenz beim nachhaltigen Wirtschaften sorgen. Firmen müssen ab 2024 detailliert darstellen, welche Maßnahmen sie beim Umweltschutz und bei sozialen Aspekten ergreifen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Entwurf für die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) stammt aus dem April 2021, verantwortlich ist die EU-Kommission. Die Richtlinie soll ab 2024 gelten, Unternehmen müssen sie für die Geschäftsberichte ab 2023 anwenden. EU-Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Die CSRD ist Bestandteil der umfassenden EU-Strategie, Nachhaltigkeit im Wirtschaftsleben zu forcieren. Einen besonderen Fokus richtet die EU auf Klima- und Umweltschutz.

Die Funktion der CSRD

Die Corporate Sustainability Reporting Directive ist eine wichtige Komponente des European Green Deal. Bis 2050 will die EU-Klimaneutralität erreichen, hierzu muss auch der Wirtschaftssektor einen substanziellen Beitrag leisten. Mit der künftigen Berichtspflicht will die EU eine entsprechende Lenkungswirkung implementieren. Sie zielt indirekt auf Investoren und Kreditgeber: Der Hintergedanke ist, dass Kapitalgeber zunehmend auf nachhaltige Kriterien achten. Die Pflicht zu CSRD-Berichten führt zu einer größeren Transparenz und zu Vergleichbarkeit, nachhaltig agierende Betriebe sind bei Investitions- und Kreditentscheidungen im Vorteil. Die Berichtspflicht versetzt den Finanzsektor in die Lage, auf fundierter Grundlage ihre Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen.

Lageberichte zur Nachhaltigkeit: Für diese Unternehmen gilt eine Berichtspflicht

Die EU will einen großen Kreis an Betrieben verpflichten, jährlich einen CSRD-Bericht abzugeben. Für folgende Unternehmen soll die Regelung gelten:

  • Unternehmen, die im Jahresdurchschnitt mindestens 250 Angestellte beschäftigen und eine Bilanzsumme von mehr als 20 Millionen Euro oder einen Umsatz über 40 Millionen Euro aufweisen. Der Aspekt der Kapitalmarktorientierung spielt keine Rolle.
  • kleinere und mittlere Unternehmen, die kapitalmarktorientiert sind. Sie müssen einen CSRD-Bericht erstellen, wenn sie zwei von folgenden drei Kriterien erfüllen: mehr als 10 Mitarbeiter, Bilanzsumme von über 350.000 Euro oder Umsatz von über 700.000 Euro. Ausgenommen sind damit nur Kleinstunternehmen.

Diese Aspekte müssen Firmen in den CSRD-Berichten thematisieren

Die Corporate Sustainability Reporting Directive standardisiert die geforderten Berichte. Das gilt für die formalen und inhaltlichen Anforderungen. Ein wichtiger Unterschied zu bisherigen Berichtspflichten im Rahmen der Non-Financial Reporting Directive ist die doppelte Materialität: Unternehmen müssen nachhaltigkeitsbezogene Angaben tätigen, wenn die jeweiligen Punkte für ihren Geschäftserfolg oder für ökologische beziehungsweise soziale Rahmenbedingungen relevant sind. Bisher mussten beide Voraussetzungen erfüllt sein, nun reicht eines dieser beiden Kriterien. Grundsätzlich müssen Betriebe rückwirkend und vorausschauend darlegen, wie ihre Geschäftspolitik die Umweltziele und soziale Ziele der EU beeinflussen. Sie erläutern in einem CSRD-Bericht unter anderem ihre Nachhaltigkeitsstrategie, ergriffene Maßnahmen, Risiken und Strategien des Risikomanagements.

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