Definition Was ist COTS?

Autor / Redakteur: zeroshope / Heidemarie Schuster

COTS steht für „commercial off the shelf“ beziehungsweise „Ware aus dem Regal“. Es handelt sich um Soft- sowie Hardware, die unverändert nach dem Kauf genutzt werden kann. Dies hat vor allem Kostenvorteile. Allerdings existieren auch Schattenseiten.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Für die Abkürzung COTS existieren drei englische Ausschreibungen. Erstens wird sie mit „commercial off the shelf“ ausformuliert. Zweitens heißt es auch „components off the shelf“. Drittens wird zudem von „commodity off the shelf“ gesprochen. Die Bedeutung ist dabei stets identisch: Es handelt sich um „Waren aus dem Regal“. Im IT-Bereich geht es also sowohl um Hard- wie um Software. Erkennungszeichen von Waren aus dem Regal ist, dass sie ohne Veränderung benutzt werden können. Sie kommen direkt so zur Anwendung, wie sie gekauft wurden.

Die Vorteile von COTS-Produkten

Klassische Beispiele für COTS-Produkte sind beispielsweise Office-Applikationen sowie USB-Speichersticks. Diese Angebote bieten die folgenden Vorteile:

  • kostengünstig, da sie in der Regel in großer Stückzahl gefertigt werden
  • keine Änderungen im Unternehmen bzw. durch den Privatanwender notwendig, dadurch werden Zeit und Kosten gespart
  • einfach in der Bedienung, da sie tatsächlich so funktionieren müssen, wie sie abgegeben wurden
  • in der Regel einfach zu ersetzen. COTS-Hardware ist beispielsweise zumeist modular

Nachteile von COTS (commercial off the shelf)

Allerdings sind COTS-Produkte nicht nur vorteilhaft. Es existieren auch einige Schattenseiten. Muss die Soft- oder Hardware doch an bestimmte Erfordernisse angepasst werden, ist dies in der Regel nur schwer oder sogar überhaupt nicht umsetzbar. Als Beispiel: Die Weiternutzung von COTS-Applikationen kann zum Problem werden, wenn die Hardware getauscht werden und Rechner zum Einsatz kommen, die mit veränderter Prozessor-Architektur arbeiten.

Der zweite Nachteil von COTS (commercial off the shelf) betrifft den Umstand, dass die Lösungen nicht maßgeschneidert sind. Oft wird aber genau dies gebraucht. Viele Unternehmen sind so spezialisiert, dass sie mit COTS-Produkten ihrer Arbeit zwar irgendwie nachkommen können, aber eigentlich dringend eine speziell für sie zugeschnittene Lösung benötigen. Dies gilt beispielsweise für viele Kreativarbeiten wie Design.

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