Definition Was ist BNPL – buy now pay later?

Von andi_dd

Das Prinzip „Buy now, pay later“ ist nicht neu, trifft momentan aber auf ein rasch wachsendes Interesse. Viele Anbieter in den Bereichen B2C und B2B ermöglichen den Sofortkauf und eine spätere Bezahlung. Die konkreten Konditionen differieren.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Oberbegriff „Buy now, pay later“ umfasst vielfältige Angebote, bei denen private oder gewerbliche Kunden einen Zahlungsaufschub erhalten. Es handelt sich im Regelfall um kleinere Beträge und eine überschaubare Zahlungsfrist, hierin besteht ein Unterschied zu längerfristigen Ratenfinanzierungen mit höheren Rechnungssummen. Die Grenzen zwischen BNPL und der Ratenfinanzierung sind jedoch fließend, eine klare Abgrenzung existiert nicht.

Was zeichnet „Buy now pay later“ aus?

Bei allen BNPL-Optionen empfangen Kunden unmittelbar die Waren, die Rechnung begleichen sie später. Die meisten Händler verzichten bei dieser besonderen Bezahloption auf Zinsen und Gebühren, für Käufer ist der Service kostenlos. Unter der Bezeichnung „Buy now pay later“ erfährt dieses Prinzip seit kurzer Zeit Auftrieb, moderne Zahlungsdienstleister wie Klarna und AfterPay werben offensiv für diese Methode. Es ist aber keine neue Erfindung: Auch früher erlaubten Versandhändler zum Beispiel den Rechnungskauf mit großzügigem Zahlungsziel.

Grundsätzlich lassen sich zwei Formen unterscheiden:

  • Kauf auf Rechnung mit langer Zahlungsfrist von einem Monat oder mehr
  • Bezahlung der Rechnungssumme in wenigen Raten

Die Händler und Finanzdienstleister bestimmen die Konditionen bei BNPL eigenständig, entsprechend große Unterschiede finden sich. Manche fordern zum Beispiel eine Anzahlung, andere verzichten darauf.

Der Vorteil für Akteure im E-Commerce

Onlinehändler sehen sich mit einem harten Konkurrenzkampf konfrontiert. Wenn sie am Markt bestehen wollen, müssen sie ihren Kunden neben ansprechenden Preisen weitere Vorzüge bieten. Die Bezahloption „Buy now pay later“ ist eine attraktive Möglichkeit, Besucher eines Webshops zum Kaufen zu animieren. Momentane finanzielle Engpässe stellen kein Hindernis dar: Kunden in den beiden Bereichen B2C und B2B können dennoch Bestellungen abschließen und steigern so die Umsätze. Für Händler erweist sich BNPL als effektives Marketinginstrument – das gilt zumindest, wenn sie auf Gebühren und Zinsen verzichten. Sie können ihren Shop mit einer Null-Prozent-Finanzierung bewerben.

Zusammenarbeit von Händlern und Finanzdienstleistern

Das Prinzip „Buy now pay later“ geht auch mit Nachteilen einher: Der Aufwand für das Rechnungsmanagement vergrößert sich, zudem besteht das Risiko von Zahlungsausfällen. Viele Shopbetreiber setzen deshalb auf die Lösungen von Zahlungsdienstleistern. Die Unternehmen stellen moderne Software für die Bonitätsprüfung in Echtzeit zur Verfügung und wickeln das komplette Rechnungs- und Mahnverfahren ab. Dafür verlangen sie eine Gebühr, die sich meist am Transaktionswert bemisst. Die Bonitätsüberprüfung im Webshop erfolgt dank leistungsstarker Software automatisch und dauert wenige Sekunden: Dadurch verhindern die Anbieter, dass Kunden den Bestellprozess abbrechen.

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