Definition Was ist Blended Learning?

Von andi_dd

Das Lehrkonzept Blended Learning zeichnet sich durch einen Mix an Methoden aus: Vielfach setzt es sich aus E-Learning und Präsenzunterricht zusammen. Das integrierte Lernen lässt sich aber auch ausschließlich digital realisieren.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff Blended Learning beschreibt einen kombinierten Lehransatz, bei dem verschiedene Formate zum Einsatz kommen. Ursprünglich bezeichnete er eine Mischung aus Präsenzlehre und Online-Lernen. Mittlerweile findet der Begriff auch für vollständig digitale Lehrangebote Anwendung, sofern sie sich aus synchronen und asynchronen Elementen zusammensetzen. Das Vorhandensein beider Varianten ist inzwischen das allgemeingültige Definitionsmerkmal für Blended Learning:

  • Das synchrone Lernen erfordert die gleichzeitige Anwesenheit aller Lernenden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Veranstaltung offline oder online stattfindet. Bei einer Videokonferenz oder einem Webinar nehmen die Lernenden zwar von unterschiedlichen Orten aus teil, sie müssen sich aber zu einem festen Termin am Unterricht beteiligen.
  • Beim asynchronen Lernen entscheiden die Teilnehmer dagegen frei, wann sie die Lerneinheiten durchführen. Das trifft zum Beispiel auf Lehrvideos, Podcasts, Präsentationen und Online-Tests zu.

Diese Vorteile bietet das integrierte Lernen

Sämtliche Angebote im Bereich Blended Learning erhöhen die Flexibilität. Erstens können Lernende ortsunabhängig ihr Wissen erweitern. Sie ersparen sich die Fahrt zu einer Schule, einer Universität, einem Weiterbildungsinstitut oder einer anderen Bildungsstätte. Zweitens ermöglichen alle asynchronen Komponenten ein zeitlich flexibles Lernen. Die Teilnehmer bestimmen eigenständig, zu welchem Zeitpunkt sie sich den Lernstoff aneignen. Auf diese Weise können sie den Unterricht besser mit ihrem Beruf oder ihren privaten Verpflichtungen vereinbaren. Auch die Lehrstätten profitieren vom integrierten Lernen. Sie setzen ihre Ressourcen effizienter ein und reduzieren unter anderem ihre Miet- und Personalkosten.

Mischung aus Präsenzlehre und Online-Formaten

Beim Blended Learning finden sich in der Praxis riesige Unterschiede. Ein Kriterium ist der Virtualisierungsgrad. Dieser besagt, welcher Anteil der Lehre digital erfolgt. Es gibt zwei Extreme: Im ersten Fall ergänzen Verantwortliche den Präsenzunterricht mit wenigen virtuellen Zusatzangeboten. Im zweiten Fall verzichten sie auf die Vor-Ort-Lehre, Teilnehmer lernen komplett online. Bei dieser Variante wechselt der Unterricht zwischen synchronen und asynchronen Elementen. Lernende eignen sich zum Beispiel zu Beginn mit asynchronen Einheiten Basiswissen an, anschließend tauschen sie sich in einer synchronen Videokonferenz aus.

Integriertes Lernen erfordert spezielle pädagogische Konzepte

Die Herausforderung für Lehrende ist, die unterschiedlichen Methoden des Blended Learning optimal einzusetzen und aufeinander abzustimmen. Das digitale Lernen erweitert die Möglichkeiten und bietet zahlreiche Chancen, den Lerneffekt zu steigern. Zugleich erfordert es eine detaillierte Planung und eine akribische pädagogische Vorbereitung. Lehrkräfte müssen unter anderem sicherstellen, dass alle Teilnehmer auf einem ähnlichen Wissensstand sind.

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