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Definition Was ist eine AVI-Datei?

Autor / Redakteur: MiR / Margrit Lingner

Die Kurzbezeichnung AVI steht für „Audio Video Interleave“. dahinter verbirgt sich eine Video-Datei respektive ein spezielles Container-Format von Microsoft, das sowohl mehrere Video- als auch verschiedene Audio- sowie Untertitel-Quellen enthalten kann.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Hinter Dateien mit der Endung „AVI“ verbergen sich eine Video-Dateien, die in einem speziellem Microsoft-Container-Format gesichert sind. Sie können verschiedene Video- und Audio-Dateien sowie zum Beispiel Untertitel enthalten.

Die AVI-Video-Datei wurde von Microsoft zwar bereits im Jahr 1992 der Öffentlichkeit vorgestellt, dennoch ist das Format auch heute noch immer sehr weit verbreitet. Daher lassen sich AVI-Dateien in der Regel auch auf nahezu allen Geräten problemlos wiedergeben. Auf Windows-PCs läuft das in der Regel über Microsofts Windows Media Player. Auf Mobilgeräten lassen sich AVI-Dateien mit Abspielprogrammen wie dem VLC-Player öffnen.

Nützliche Funktionen und Features fehlen

Allerdings fehlt einer Video-Datei im AVI-Format aufgrund des Entwicklungsalters einige nützliche Funktionen, die eine moderne Video-Datei mittlerweile bieten sollte. So lassen sich beispielsweise keine interaktiven Menüs erstellen oder erzeugen. Außerdem können nur vergleichsweise schlechte Untertitel generiert werden. Hinzu kommt, dass oftmals Standardisierungen fehlen. So kann das Seitenverhältnis nicht in einer standardisierten Form gespeichert werden. Für die entsprechende Abspielsoftware ist es daher nicht möglich, automatisch das richtige Seitenverhältnis auszuwählen.

Auch im Hinblick auf die Halbbilderreihenfolge gibt es keinen standardisierten Weg. Zudem ist eine AVI-Video-Datei nicht auf Formate mit einer variablen Bildrate (VFR) ausgelegt. In bestimmten Fällen sind auch keine Videokompressionen möglich. Außerdem fehlt es an Unterstützung von Kapiteln oder Menüs sowie an einer Möglichkeit, Zeitstempel (Timecodes) einheitlich anzugeben.

Teilweise können diese Beschränkungen aber umgangen werden. Der FFmpeg Encoder Vorbis erlaubt beispielsweise die Nutzung von Audio in AVI-Dateien. Allerdings geht dies in der Regel mit einem erhöhten Datenaufkommen (Overhead) oder etwa mit Unverträglichkeiten hinsichtlich der verwendeten Hard- und Software einher. Probleme dieser Art haben letztendlich auch dazu geführt, dass moderne und funktionell optimierte Container-Formate – wie zum Beispiel Ogg Media, das MP4-Containerformat oder auch Matroska – entwickelt wurden.

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