Definition Was is Hyper-V?

Von zeroshope

Bei Hyper-V handelt es sich um eine Softwarelösung von Microsoft, mit der Virtualisierungen erstellt werden können. Das Programm richtet sich dabei insbesondere auch an einfache Nutzer. Problematisch ist allerdings der Ressourcenbedarf des Systems.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Hyper-V ist ein Programm, das der Erstellung von virtualisierten Maschinen dient. Vereinfacht ausgedrückt: Auf einem Computer sollen zwei oder mehr Betriebssysteme parallel nebeneinander, aber vollständig isoliert laufen können. Die Erstveröffentlichung des Programms erfolgte im Jahr 2008. Microsoft beschränkte die Software damals auf Server-Betriebssysteme.

Zielgruppe von Hyper-V

Mit der Einführung von Windows 8 änderte sich dies: In der Pro- und der Enterprise-Editionen war das Programm enthalten. Dies gilt ebenfalls für die noch jüngeren Generationen des Betriebssystems. Auch einfache Nutzer können also Virtualisierungen erstellen. Tatsächlich richtet sich die Lösung inzwischen ganz gezielt an diese. Microsoft wollte es ermöglichen, im privaten Wohnhaus oder im Büro schnell ein sicheres weiteres System auf dem eigenen Rechner anlegen zu können. Berufliche und private Nutzungen lassen sich auf diese Weise beispielsweise effektiv trennen. Hyper-V ist aber weiterhin ebenfalls Bestandteile der Server-Betriebssysteme des Hauses. Es kommt insbesondere in mittleren und großen Unternehmen zur Einrichtung von virtuellen Arbeitsplätzen zum Einsatz.

Diese Gastsysteme laufen unter Hyper-V:

  • alle Windows-Generationen bis einschließlich Windows 7 (kein XP oder älter)
  • Ubuntu
  • Debian
  • Oracle Linux
  • OpenSUSE
  • SUSE Linux Enterprise Server

Die Vorteile von Hyper-V

Für einfache Nutzer bietet Hyper-V beispielsweise die Option, sicher auf einem vollständig isolierten System im Internet surfen zu können. Sensible Prozesse finden so abgeschirmt statt – hierzu zählt z.B. das Online-Banking. Funktioniert ein Programm unter dem Haupt-Betriebssystem nicht mehr korrekt, gibt es zudem die einfache Möglichkeit, es unter dem Gast-OS zu nutzen. Im professionellen Kontext ist Hyper-V ausgezeichnet geeignet, um schnell und einfach Endpunkt-Systeme einzurichten - z.B. als die oben bereits genannten virtuellen Arbeitsplätze.

Der zentrale Nachteil von Hyper-V

Hyper-V hat einige Schattenseiten. Beispielsweise kann es Probleme mit der Kompatibilität von Treibern geben, wenn zu einem neuen Betriebssystem wie Windows 10 ein altes Gast-OS wie Windows 7 kommen soll. Die größte Schattenseite ist jedoch das Ressourcenmanagement. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich alle Systeme die identische Hardware teilen müssen. Beispielsweise der Arbeitsspeicher wird einfach gleichmäßig aufgespalten. Dies kann erheblich zu Lasten der Leistungsfähigkeit von allen verwendeten Systemen gehen. Unter Windows 8 galt deshalb sogar die informelle Regel, maximal zwei Betriebssysteme laufen zu lassen.

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