Studie der Experton Group zu Unified Communications Was Firmen von UC-Lösungen erwarten

Redakteur: Katrin Hofmann

Der Marktforscher Experton Group hat Unternehmen nach den wichtigsten Gründen für die Einführung von Unified Communications (UC) gefragt. Allerdings existieren auch Barrieren für den Kauf entsprechender Lösungen, die jedoch mit dem passenden Beratungsansatz durchaus aus dem Weg geräumt werden können.

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Netzbasierte Kommunikationsdienste ermöglichen ein effektives Arbeiten räumlich verteilter Teams.
Netzbasierte Kommunikationsdienste ermöglichen ein effektives Arbeiten räumlich verteilter Teams.
( Archiv: Vogel Business Media )

Unified Communications (UC), die Integration unterschiedlicher Kommunikationskanäle, gilt als Wachstumsmarkt. Denn der Ansatz unterstützt Firmen dabei, die Erreichbarkeit ihrer Mitarbeiter zu erhöhen. Bereits rund drei Viertel der Firmen weltweit bieten schon heute wenigstens partiell die Möglichkeit zur Telearbeit an, wie eine Online-Umfrage des IT-Branchenverband CompTIA (Computing Technology Industry Association) im Herbst dieses Jahres zeigte.

Hierzulande liegt das Wachstumspotenzial der UC-Umsätze nach einer aktuellen Schätzung des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Experton Group bei rund 46 Prozent jährlich bis 2010. Damit könnte der UC-Markt von 420 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2010 zulegen. Vorreiter sind Firmen mit mehreren Niederlassungen, großen Außendienst-Teams oder vielen Telearbeitern. Kleinere Betriebe mit weniger als 200 Mitarbeitern schätzen dagegen derzeit ihren Bedarf als geringer ein.

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Dennoch sprechen auch deren Erfahrungen dafür, dass UC von KMUs vermehrt genutzt werden wird – wenn auch zeitverzögert. Nur drei Prozent der Anwender aus dieser Kundengruppe konnten keine positiven Auswirkungen feststellen, wobei die kleineren Betriebe derzeit Teillösungen bevorzugen.

Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern nennen zwei entscheidende »Pain Points«, die sie zum Kauf veranlassen: Zeitverzögerungen, weil Mitarbeiter nicht erreichbar sind und Leerläufe durch ungleichen Informationsstand. Vom Einsatz von UC-Lösungen erwarten die Firmen hier erhebliches Verbesserungspotenzial. In fast allen Fällen nannten die 118 Befragten als Ziel die »Beschleunigung von Geschäftsprozessen« und die »Verkürzung von Reaktionszeiten« als Basisanforderung.

Welche Aspekte aus technischer Sicht kaufentscheidend sind und wie Zweifel der Kunden beseitigt werden können, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

Aus technischer Sicht spielt die Stabilität die wichtigste Rolle (42 Prozent der Nennungen), gefolgt von Sicherheit (23 Prozent) und der Möglichkeit der Integration von Anwendungen (17 Prozent). Eine transparente Architektur nannten acht Prozent, die gute Performance fünf Prozent.

Zweifel beseitigen

Doch es gibt auch Hindernisse für eine Einführung. Firmen, die noch keine Erfahrungen gesammelt haben, nannten insbesondere die Höhe der Investition. Damit verbunden ist die zweite wesentliche Barriere, der nicht quantifizierbare Nutzen. Experton Group rät angesichts dieses Ergebnisses, dass insbesondere die Punkte »günstigere UC-Produkte« und »Vorteile der Einführung einer UC-Lösung« stärker adressiert werden sollten. Referenzen und Case Studies könnten dabei hilfreich sein.

Dass die »überwältigende Mehrheit« der UC-Nutzer positiv urteilen, zuvor gesteckte Ziele zum Großteil erreicht werden konnten, lasse nur einen Schluss zu: »Anbieter von UC-Lösungen stoßen bereits heute auf ein durchaus positives Marktumfeld, und aktuelle UC-Anwender werden Erweiterungsinvestitionen nicht abgeneigt sein.«

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