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Hans-Dieter Wysuwa im Gespräch Was der Siemens-Ausstieg für den FSC-Channel bedeutet

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Ein neuer CEO, eine neue Strategie namens »Dynamic Infrastructures«, die Übernahme durch Fujitsu, bald ein neuer Markenname. Was bedeutet das alles für das Channel-Geschäft mit Fujitsu Siemens Computers? IT-BUSINESS sprach mit Hans-Dieter Wysuwa, der das operative Tagesgeschäft des IT-Konzerns leitet.

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Fujitsu hat sich bereits dazu bekannt, dass man sich nicht von ganzen Standorten (wie hier Augsburg) trennen werde.
Fujitsu hat sich bereits dazu bekannt, dass man sich nicht von ganzen Standorten (wie hier Augsburg) trennen werde.
( Archiv: Vogel Business Media )

ITB: Wie finden Sie es, dass Fujitsu Siemens Computers nun komplett von Fujitsu übernommen wird?

Wysuwa: Ich finde es toll, Teil eines globalen IT-Konzerns – immerhin die Nummer drei auf der Welt – zu werden. Alle Gerüchte, die in den letzten Monaten die Runde gemacht haben, konnten wir jetzt in Richtung Papierkorb verweisen. Die Ängste, dass sich so etwas wie ein Benq-Deal in der Siemens-Geschichte wiederholen könnte, dass Werke geschlossen werden, die sich in vielen Zeitungsberichten niedergeschlagen haben – nichts davon hat sich bewahrheitet. Insofern bin nicht nur ich froh über die aktuelle Entwicklung, sondern auch unsere Mitarbeiter und Geschäftspartner. Die Unsicherheit ist endlich raus und eine bessere Lösung kann man sich gar nicht vorstellen. Nicht zuletzt, weil uns Fujitsu schon seit zehn Jahren als Miteigentümer kennt und begleitet

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ITB: Wobei immer noch von Stellenabbau die Rede ist. In welchen Standorten und Funktionen sind Kündigungen vorgesehen?

Wysuwa: Dazu will und kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts sagen. Vielleicht nur so viel: Wenn es Stellenabbau geben wird, dann wäre es zu einfach, hier einen kausalen Zusammenhang mit der Übernahme herzustellen. Wenn, dann sind die Ursachen vielmehr in der aktuellen Lage der Weltwirtschaft zu suchen. Fakt ist jedoch, dass sich Fujitsu bereits dahingehend geäußert hat, dass keine Standorte geschlossen werden sollen.

ITB: Dr. Joseph Reger, CTO von FSC, präsentierte auf der Visit die strategische Ausrichtung hin zu »Dynamic Infrastructures«, bei der das Unternehmen »Infrastructure-as-a-Service« anbieten wird. Würden sie diese Anglizismen bitte ein wenig in das Tagesgeschäft einordnen? Was für Konsequenzen wird die Ausrichtung für den Channel haben?

Wysuwa: Da kann ich Sie insofern beruhigen, als dass hier weiterhin Business-as-usual betrieben wird. Der Channel bleibt die Basis unserer geschäftlichen Aktivität, auch wenn das eine oder andere Produkt oder der eine oder andere Service ins Portfolio hinzu kommt. Dynamic Infrastructures ist unter anderem eine Weiterentwicklung unseres Dynamic Data-Centers. Es werden keine Produkte, keine Services und keine Zielgruppen aufgrund der von Ihnen angesprochenen Strategie aufgegeben. Und es wird natürlich auch weiterhin Kunden geben, die lediglich ein paar Units an Hardware kaufen, über unsere Channel-Partner. Keineswegs ist nun auf einmal alles anders.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was mit der Consumer-Sparte geschieht und inwieweit FSC von der Fujitsu-Übernehme profitieren will.

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