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Aus Lücken und Schwächen in der Unternehmens-IT lernen Was CIOs aus der Krise mitnehmen können

| Autor / Redakteur: Andreas Baresel* / Elke Witmer-Goßner

In der durch das Coronavirus ausgelösten Krise hat sich deutlich gezeigt, an welchen Punkten Digitalisierung funktioniert. Vor allem aber hat es gnadenlos das Licht auf die Lücken und Schwächen der IT in vielen Unternehmen gerichtet. Zeit für die Unternehmens-IT, die richtigen strategischen Weichen für die Zukunft zu stellen.

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Die Pandemie hat die IT vieler Unternehmen an die Belastungsgrenze gebracht und ihre Schwächen offenbart – daraus sollten CIOs jetzt lernen und neue (Cloud-)Strategien entwerfen.
Die Pandemie hat die IT vieler Unternehmen an die Belastungsgrenze gebracht und ihre Schwächen offenbart – daraus sollten CIOs jetzt lernen und neue (Cloud-)Strategien entwerfen.
(Bild: © Elnur Amikishiyev - stock.adobe.com)

Im ersten Moment galt es für die Unternehmens-IT, vor allem die Business Continuity sicherzustellen. In nie zuvor dagewesenen Umfang mussten Mitarbeiter aus dem Homeoffice arbeiten. Damit verbunden waren zunächst vor allem technische und Infrastrukturthemen, von der Beschaffung der notwendigen Hardware über die Sicherstellung der Zugänge auf Unternehmensstrukturen aus dem Homeoffice und der Bereitstellung der nötigen Kommunikations- und Kollaborationstools.

Eine Herausforderung, die die meisten Unternehmen erfolgreich bewältigen konnten. Nun gilt es jedoch für CIOs, sich mit den übergreifenderen strategischen Auswirkungen zu beschäftigen, die aufgekommenen Lücken zu analysieren und die Schwächen zu beheben, um das Unternehmen besser auf die neue Normalität und die gestiegenen Digitalisierungsanforderungen auszurichten.

IT-Governance im Homeoffice

Im Frühjahr 2020 sahen sich viele Arbeitnehmer und Unternehmen zum ersten Mal in diesem Umfang mit dem Thema Homeoffice konfrontiert und das Heimbüro ist zur neuen Normalität geworden. Nach den ersten funktionalen Herausforderungen ist es daher nun entscheidend, die neue Arbeitsrealität als integralen Bestandteil der IT-Strategie aufzunehmen.

Besonders hervorzuheben ist hier das Thema Security. Zum einen technische Aspekte wie die sichere Authentifizierung und die zentrale Einspielung von Softwareupdates, zum anderen aber auch die Förderung des Security Mindsets der Mitarbeiter. Letzteres spielt eine besondere Rolle, denn technische Lösungen können nur bedingt schützen, wenn das Einfallstor für Cyberkriminelle ein menschliches ist.

Beim durch die Umstände bedingten raschen Wechsel in das Homeoffice sind Security-Themen oft etwas vernachlässigt worden und das gilt es nachzuschärfen. Denn auch Kriminelle nutzen die ungewohnte Situation für vermehrte Phishing-Attacken. Es sollte daher nicht unterschätzt werden, wie wichtig es ist, das Bewusstsein für solche Angriffe zu schärfen und auch die nötigen Richtlinien zu schaffen, von Passwortrichtlinien über korrekte Authentifizierung und den sicheren Zugriff auf unternehmensinterne Daten.

Strategische Bedeutung der Cloud

Die Cloud und Cloud-Lösungen haben in der Krise ihre Stärken bewiesen, vor allem in Bezug auf die Flexibilität durch Verfügbarkeit unabhängig vom Arbeitsort und die schnelle Zubuchung von Ressourcen genau dann, wenn sie benötigt werden. Der bereits vor Corona vorhandene Trend hin zur Cloud und hybriden Lösungen wurde zusätzlich befeuert. Im Zuge dessen mussten jedoch Unternehmen teilweise ihre Cloud-Budgets ausreizen.

Was zeigt das? Angesichts der nun bewiesenen strategischen Bedeutung der Cloud für den Unternehmenserfolg wurden die Budgets teilweise zu knapp angesetzt. Es gilt nun, diese Budgets anhand der neuen Lage zu überprüfen und so anzupassen, dass sie dieser Bedeutung gerecht werden. Zumal die Krise auch deutlich gezeigt hat, welche Strukturen, die aktuell noch nicht in der Cloud sind, suboptimal funktioniert haben. Unternehmen sollten daher genau abwägen, welche Lösungen in die Cloud migriert werden sollten und welche über hybride Lösungen auch im Homeoffice besser zur Verfügung gestellt werden könnten. Aufgrund der jetzt gemachten Erfahrungen können Unternehmen bestehende Strukturen optimieren und in die Gesamt-Cloud-Strategie einbinden.

Auf der anderen Seite sollte jedoch auch überprüft werden, ob die Strukturen, die im Zuge der Krise schnell in die Cloud verlagert wurden, auch den Bedürfnissen und der Gesamtstrategie des Unternehmens entsprechen. Sprich den Status Quo ihrer Infrastruktur mit der gelebten Realität vergleichen. Hierdurch können neben Optimierungspotenzialen auch Einsparpotenziale aufgedeckt werden, etwa wenn einer Lösung mehr Ressourcen zugeteilt wurden als in der Realität benötigt werden, zum Beispiel weil sie nur werktags zu den entsprechenden Arbeitszeiten benötigt wird und nicht 24x7. Belässt man es bei dem zwar schnellen und einfachen 1:1 Lift&Shift der eigenen Strukturen in die Cloud, bleiben viele Möglichkeiten ungenutzt und es kann im Zweifel sogar zu höheren Kosten führen als dies on-Premise der Fall war.

Einbindung externer Dienstleister

Alle oben genannten Themen sind von strategisch großer Bedeutung. Um sie optimal umzusetzen sind neben Zeit auch die notwendigen Ressourcen und entsprechende Expertise wichtig. Aufgrund der zunehmenden Breite und Bedeutung von IT-Lösungen bei gleichzeitigem Fachkräftemangel ist es für Unternehmen oft schwierig, die nötige interne Expertise aufzubauen.

Andreas Baresel, Datagroup.
Andreas Baresel, Datagroup.
(Bild: Datagroup)

In vielen Fällen kann es sich für Unternehmen daher lohnen, einen externen IT-Dienstleister wie Datagroup hinzuzuziehen, damit Unternehmen sich digital solide aufstellen können und die Möglichkeiten der unterschiedlichen Lösungen optimal und vor allem sicher nutzen können. Denn eines hat Corona gezeigt: Die Bedeutung gelungener Digitalisierung ist nicht zu unterschätzen.

* Der Autor Andreas Baresel ist Mitglied des Vorstands bei Datagroup, zuständig für Liefereinheiten und Produktion.

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